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III. Buch. I. Abtheilung.
Kirche im Schlosse auf seine Kosten hatte repariren und wieder anrichtenlassen, bereit, diese Kosten zur Hälfte zu erstatten und für die Zukunftzu übernehmen, wogegen beide Theile mit den Ihrigen sich solcher Kir-chen zum Gottesdienst und ihrer notturfft zu gebrauchen haben sollten.
Wegen dieses Punktes entstand später ein Streit, ob die übernom-mene Verpflichtung sich auch auf die Erhaltung des Daches erstrecke,dessen sich Bernhard Christofs Erben weigerten, da, wie wir oben ge-sehen haben, die Kapelle sich im Erdgeschoss befand und darüber dieWohnräume der Besitzer des Vorderguts lagen, zu denen also auch dasDach gehörte.
Der Jägermeister Christoph v. Wangenheim starb am 1. Septbr.1638 und wurde von zwei Söhnen Hans Ludwig und Georg überlebt,welche am 29. December 1638 zu Eisenach einen Theilungs-Recessschlössen, welcher am 9. Februar 1641 in Winterstein nach einer wei-tem Ausgleichung erneuert wurde, und wonach Georg (gestorben alsBraunschweig-Lüneburgscher Überforst- und Jägermeister zu Hannoveram 18. April 1678) das Vordergut Winterstein erhielt.
Auf Georg folgte im Besitze des Vorderguts sein Sohn ChristophAdolph, welcher 1709 als K. Preuss. Generallieutenant zu Berlin ver-starb, und dessen Sohn Friedrich Wilhelm (geboren 16. Decbr. 1686,gestorben im May 1743), welcher Oberst in Königl. Polnischen Dienstenwar und dessen Söhne gleichfalls in der Polnischen Armee dienten, wo-her diese Branche den Beinamen der Polen in der Familie erhielt, undauch das Vordergut Winter stein als das Polnische Gut bezeichnetwurde. Da nun die Besitzer dieses Guts stets im fernen Ausland abwe-send waren, und sich nicht sehr für ihr Stammgut interessirten, so geriethdas Unterschloss Winterstein seit 1638 immer mehr in Verfall, undwurde im Jahre 1729 ganz verlassen, und das Material zur Ausbesserungder Wirthschaftsgebäude verwendet; wie denn schon Christoph Adolphdas Gut vor Ausgang des 17. Jahrhunderts seinem Vetter Hans Bern-hardt zu Fischbach und seinem Schwager Adam Georg zu Sonne-born für 6423 Beichsthaler wiederkäuflich versetzt hatte, und diese wie-derkäufliche Versetzung beim Aussterben des Fischbacher Zweigs mitHans Ludwig im Jahre 1749 noch bestand, und erst später durch CarlAugust eine Wiedereinlösung erfolgte.
Von Friedrich Wilhelms vier Söhnen hatte allein der jüngsteCarl August (starb 28. August 1807) Söhne, von denen Johann Au-gust (starb am 1. März 1823 als Kgl. Preuss. Major) allein verheirathetwar, dessen einziger Sohn, Victor Friedrich Wilhelm August (ge-boren 1821) jetzt, nachdem er der Lehnsfolger seines Oheims WilhelmBenjamin (gestorben am 5. November 1869) geworden ist, der alleinigeBesitzer des Vorderguts und als Lehnsfolger des Grafen von Wangen-