Westhausen.
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an Gerechtigkeiten 10 pro Cent Lehnwaare von den Unterthanen und hohewie niedere Gerichtsbarkeit über dieselben,Antheil am Patronat über Kirche, Pfarre und Schule,Antheil an der Jagd.
V. ungeteiltes Familiengut:
an Collectur-Zinsen 2 «$ G $ Erbzins.
Davon ist nach dem Fideicommiss-Statut vom 24. Januar 1870 nochvorhanden der Grundbesitz des I. Viertels
mit 4 Acker 8 f_]R. Ackerland incl. s. g. Fischhalterund 10 Acker Wiesen.Auch dauert zur Zeit das Patronat-Recht über die Kirche, Pfarre undSchule noch unverändert fort.
33. Wiegleben.
Wiegleben, ein uraltes, schon in den Fuldaschen Traditionen er-wähntes Kirchdorf, nördlich von Wangenheim, mit dessen Flur es grenzt,und von dem sich ein Geschlecht nannte, welches uns als Burgmänner inSalza und hauptsächlich in Gotha unter den Rathsverwandten begegnet,finden wir schon frühzeitig in manchfaltigen Beziehungen zum Wangen-heim'schen Geschlechte, welches namentlich auch seit unvordenklicher Zeitim Besitze der Jagd in der Wieglebener Flur war. Zur Herrschaft Wan-ge nheim und deren Gerichtsbezirke gehörte Wiegleben aber nicht,sondern war wohl im freieigenen Besitze der Herren von Salza, bisdiese es 1347 von dem Landgrafen Friedrich dem Ernsthaften zu Lehnnehmen mussten, wobei jedoch die Halsgerichte dem Landgrafen schonvorbehalten wurden. Mit dem Tode Hermanns von Salza zu Döll-stedt war 1409 auch das Dorf Wieglcben heimgefallen, und LandgrafFriedrich der Einfältige verpfändete dasselbe 1416 dem Ritter Jacobvon Wangenheim für eine Schuld von 545 Gulden, welche dieser fürHaltung und Befestigung des Schlosses Hayneck und sonstigen Kriegs-Aufwand zu fordern hatte. Dieser Pfandschilling wurde 1428 den Söhnendes bei Aussig 1426 gebliebenen Ritter Jacobs auf 830 Gulden erhöht.Ritter Claus, Herrn Jacobs Sohn, blieb im Besitze dieser Pfandschaft,und hatte, da er in grosse Geldbedrängnisse gerieth, die Einkünfte vonWiegleben mehrfältig weiter versetzt, so z. B. 12 Gulden jährlicheRente für 150 Gulden Capital 1465 an das Capitel b. Mariae zu Eise-nach und 1472 demselben geistlichen Stifte für weitere 50 Gulden, undeinen Haferzins von 15 Erfurter Maltern Hafer für 200 Gulden im Jahre1483 auf drei Jahre an die Witwe Schaffrad und ihren Schwiegersohn
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