Wangenbeini.
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Ifcer den Sitz, die Heimath bezeichnet, so dürfte andrerseits doch dieVoraussetzung richtig sein, dass das Schloss Wangenheim, der Sitzder Herren von Wangenheim, die ältere Ansiedelung ist, neben wel-cher das Dorf erst später angebaut wurde, und sich nach dem Schlossemannt hat, denn die Bezeichnung als „Heimath und Sitz in der niedrigenAue," war für die Lage der rings von Wasser umgebenen, auf die Wie-jen an der Nesse schauenden alten Burg richtig gewählt, nicht aber füras Dorf, welches zum grössern Theile mit der Kirche auf der nördlichngrenzenden Höhe am südwestlichen Abhänge des Teufelsbergs aufgebautit, und auch nach dieser Seite hin seine Dorfsfeldmark ausgedehnt hatte.
Will man auf die Etymologie des Ortsnamens etwas geben, so könnteoan daraus höchstens vielleicht auf den Fränkischen Ursprung des erstenIrbauers sehliessen, da die Endigung der Ortsnamen in „heim" zwareinem germanischen Volksstamme fremd, aber bei den salischen wie denipuarischen Franken besonders beliebt und heimisch war.
Während das Geschlecht der Herren von Wangenheim seit demLten Drittel des 12. Jahrhunderts von Generation zu Generation urkund-icb feststeht, der genealogische Zusammenhang aber mit den ersten Schenk-ebern in Wangenheim an die Fuldasche Kirche aus der früheren Zeitchvverlich noch festzustellen sein wird, findet man Wangenheim zumrsten Mal in der Urkunde vom Bonifacius-Tage 1276 als Ort der Aus-teilung einer Urkunde wieder genannt (Reg. 51 der I. Sammlung) und«nnt uns diese Urkunde zugleich den Albertus als damaligen Pleban,md eine Reihe von Personen als Zeugen, in welchen wir die Gefolg-lannschaft und Burgmänner der Herren von Wangenheim auf ihrerurg Wangenheim erkennen.
Diesen Burgmanns-Geschlechtern, denen v. Utenrode, von Hoch-eiiii, Schaf, Schnoicze, Striger, von Archfeld, Hetzebold,»ren nun in der Wangeuheim'schen Flur, wie in den nächstgelegenenirHerrschaft Wangenheim gehörigen Orten, besonders zu Hochheim,r esthausen und Tungeda, zahlreiche Grundstücke von denen vonangenheim zu Bitterlehen verliehen, aus welchen in späterer Zeitm Theil eigene Bittersitze entstanden. In der Wangenheimer Feld-ark wurden solche Bitterlehen jedoch in Gemässheit der durch den Burg-ieden vom Jahre 1389 (Reg. 131 der ersten Sammlung) getroffene Ver-redung, je nachdem sie durch Heimfall, durch Kauf oder einen andernechtstitel wieder an die Lehnherren zurückfielen, eingezogen und demm Schlosse mit seinen Vorwerken aus selbst bewirthschafteten Huflandetorporirt, insoweit dieselben nicht bereits für geistliche Zwecke verwandtren, wobei sich besonders das St. Katharinen Kloster zu Eisenachr Gunst der Herren von Wangenheim erfreute, welches aus dengefallenen Lehnen des Hermann Schaf, Prusse genannt, und dem
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