Sonneborn und Nordhofen.
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dem auch sein Enkel Bernhard Wilhelm oder dessen Sohn FriedrichWilhelm sich der Pfarre gegenüber am Hainaer Thor einen neuen Sitz,das s. g. Obergut, angelegt hatten, schliesslich ihre Gebäude auf der Inselim Weiher gänzlich niedergelegt.
Schon sein Enkel Bernhard Wilhelm überliess 1603 an seinenWintersteiner Vetter Hans David ,,zu dessen vorhabenden Baw an,dem Rittersitz Sonneborn, es an Baum mangeln wolte," den ihmund seinen Brüdern gehörigen Garten „den Weiherhoff genannt, so lhme,zuerwenten Bittersitz allernächst gelegen" gegen ein anscheinend aller-dings sehr reichliches Aequivalent von l'/o Acker Wiesen vornan im Bieth,und dürfte dieser Weiherhof, welchen Hans David zu seinem Bau amRittersitz bedurfte, wohl ein Theil des Vorhots gewesen sein, welcher andie Quermauer stiess.
Bernhard Wilhelms Sohn Friedrich Wilhelm verglich sich nocham 11.Febr. 1669 mit dem Oberjägermeister Hans Ludwig über verschie-dene Irrungen wegen des vom Letztern ausgeführten Neubaues des soge-nannten gelben Schlosses, woraus ersichtlich, dass das IL Viertel damalsseinen Wohnsitz im Weiher noch im baulichen Stand hatte. Beider Con-trahenten Söhne: der Oberstwachtmeister, nachherige GenerallieutenantJobst Melchior und der Oberforst- und Jägermeister Hartmann Lud-wig schlössen aber schon am 19. Januar 1686, also 17 Jahre nachher,einen Vertrag, wonach Ersterer seine wüste Hofstätte im Weiher demLetztern für ein Pferd mit Sattel und Zeug und was dazu gehört über-lässt. Es waren also in der Zwischenzeit das alte Ziegelhaus und dasSchindelhaus von 1540 gänzlich abgebrochen, und hatte der 1684 ver-storbene Steuer-Obereinnehmer Friedrich Wilhelm inmittelst seinenWohnsitz in die neue Behausung am Hainaer Thor, das nun s. g. Obergut,verlegt.
Wenden wir uns nun schliesslich zu der 1499 und respective 1513dem III. Viertel (den Wintersteinschen) zugetheilten Hälfte der altenBurg im Weiher zu Sonneborn, welche, wie wir oben gesehen haben,1543 bloss aus dem steinernen Erdgeschoss ohne Fachwerks-Aufsatz be-stand, so scheint dieser Bittersitz von Friedrich dem Aeltern, dem Stam-vater des "LI. Viertels, zunächst zum Witwensitze seiner Gemahlin Annageborenen v. Boyneburg bestimmt gewesen zu sein, welche wir, nachFriedrichs 1536 erfolgtem Ableben, noch im Jahre 1551 dort mit ihrerunverheiratheten Tochter wohnhaft finden. Von Friedrich des AelternSöhnen setzten Friedrich und Melchior ihren Stamm fort, scheinenbeide aber ihren Wohnsitz auf dem Schlosse Winterstein behalten zuhaben. Nachdem des Erstem Mannsstamm mit seinen Söhnen Melchiorund Georg zwischen 1575 und 1585 erloschen war, blieb der Andere,als Melchior senior, der alleinige Stammhalter des III. Viertels, und
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