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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

seinen Antheil mit dem Obergute Winterstein veräussert hatte, nochan Grundbesitzungen :

beim Vordergute Winterstein 1/4 Acker Wiesen, 54 Acker Land

beim Mittelgut Winterstein 31tyj Acker Artland;

an Geld-Erbzinsen und Dienstgeld 18 «f 8 f 11/2 $>

an Früchten 8 Malter ll 3 /4 Metzen Hager Maass Hafer,

an Naturalien 2 Michaelishühner, 22 Fastnachtshühner;

ferner 13 Handfrohndienste in natura,

lOprocentige Lehnwasre von allen Gütern der Unterthanen,

ausschliessliche Schäferei-Gerechtigkeit,

Patronat-Recht über Kirche und Schule,

hohe und niedere Jagd in der ganzen Feldmark.

5. Grossen-Behringen (mit einer Ansicht des Schlosses),

Kirchdorf im Bezirke des Gerichtsamts Wangenheim zu Friedrichs-werth, jetzt mit 155 Wohnhäusern und 693 Einwohnern und einerFeldmark, welche 2966 Acker Feldlaud, 407 Acker Gärten und Wie-sen, 148 Acker Laiten und Triften und 1705 Acker Gemeinde-Waldumfasst. Das hier befindliche ehemals Wangenheim'sche Bittergut istin v. Trützschler'schen Besitz übergegangen, und besitzt die FamilieWangen heim jetzt nur noch das Patronatrecht über die hiesige Kirche,Pfarre und Schule.

Behringen finden wir in der Urkunde König Ludwigs vom Jahre874 zum ersten Male als einen dem Stifte Fulda zehntpflichtigen Orterwähnt, wogegen nach der freilich verdächtigen Urkunde König Hein-richs vom 1. Juni 932 die drei hier zum ersten Male unterschiedenen OrteChirihbaringa (Kirch-, jetzt Grossen-Behringen), Uuolvesbaringa(Wolfs behringen), Paringi (Oesterbehringen) von dem Könige demStifte Hersfeld neben Tenstedt, Bis enuuinda (?), Hursilage-mundi (Hörschel oder Hörseigau ?), Falchina (Falcken), Asbach,Eckartsleben, Aschera, Salza (Langensalza), Durnloha (Dorlajund Germari (Germar) für andere Güter im Gau Frisenfeld über-wiesen werden. Die drei Behringen lagen im Thüringenschen W'est-oder Westergau, als dessen Gaugraf unter König Heinrich ein Megin-warch bezeichnet wird, während Siegfried Gaugraf im Altgau war (I.Sammlung, Beg. 6).

Die in ihrer Aechtheit angefochtene Urkunde, wodurch der Edle MannGünther (zwischen 1O05 und 1012) dem Abte Godehard zu Hersfeldunter anderen Gütern auch seine Besitzungen in Beringgi überweist,dient wenigstens für einen sehr alten Hersfeldschen Besitz zum Beweise(Reg. 11 der I. Sammlung).