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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

Am 5. Juni 975 bestätigte Kaiser Otto II. eine Schenkung der unterseinem Schutz stehenden edeln Frau Wentilgart, wodurch dieselbequidquid predii vel hereditatis in marcha Ostmilingi et in marcha Bru-cheim in pago Thuringia in comitatu Wiggeri habere videbatur dem StifteFulda übertrug (Regeste 9 der ersten Sammlung). Die Fuldaschen Tra-ditions-Verzeichnisse des Mönchs Fberhard führen 24 dem Stifte Fuldaeigenbehörige Familien in Brüheim namentlich auf. In der Dronke-schen Ausgabe heisst es p. 136, cap. 54:

Iste sunt familie sei Bonifacii in Bruocheim Heriwart et uxor cumII fil. et Vmanc. Rudolf et uxor cum II fil. Wito et uxor Albrat cumII fil. Liuczo et uxor cum V il. Lutgart et uxor cum IUI fil. DiterabEberrih. Atelo et uxor cum fil. Abbo et uxor cum filiis VI. Lucela,Alblouch cum filio. Azo. Benno. Vastmar. Adelwart cum uxore et filio.Mazo. Ratfrit. Sigerat. Sigemar. Nenneliub. Ditmar. Kuno. Gerunc cumuxoribus et filiis. Dieses sind wohl die ältesten aufbewahrten Namen vonBrüheimer Einwohnern.

Im Lehn-Register des Grafen Berthold von Henneberg vomJahre 1317 kommt Günther von Salza als mit 5 Hufen zu Brüheinibelehnt vor, und, während diese Heim eberg'sche Lehnsherrlichkeit nie-mals wieder zur Sprache kommt und wahrscheinlich von den Landgrafenvon Thüringen revindicirt wurde, werden 1357 die von W angenheimmit allen durch Heinrichs von Salza Tod heimgefallenen Gütern inWangenheim, Brüheim, Eberstedt und Tungeda, oder wo siesonst innerhalb der Wangenheim'sehen Gerichte belegen sind, vomLandgrafen Friedrich beliehen. Schon vorher hatten die Landgraf«Friedrich und Balthasar Friedrich dem Aeltern, Friedrich demJüngern und Lutzen v. Wangenheim ihr Dorf Brüheim im Gericht«zu Gotha belegen mit allen B,echten und Zubehör für 200 Mark Silbersfür den Schaden, welchen sie im Kriege gegen den Erzbischof von Mainzerlitten, versetzt. Dies schloss selbstverständlich den Besitz eigener Güterder Herren von Wangenheim in der Brüheimer Feldmark nicht ausund berührte diesen Besitz ebensowenig als den Besitz Dritter, nament-lich des Stifts Fulda, wie denn die ebengenannten Herren v. Wangen-heim noch am 25. Juli 1353 zwei Hufen Land zu Brüheim an denEisenaeher Bürger Johann Willowese verkauften (Reg. 58 der zweitenSammlung) und 1363 weitere 4 Hufen, von den 8 Hufen, welche dieBrüder Friedrich uncTLutze v. Wangenheim vom Stifte Fulda zuLehn hatten, an den Bürger Helwig Fritzen zu Eisenach (Beg. 83der zweiten Sammlung).

In beiden Fällen der Veräusserung behielten sich aber die Herren v.Wangenheim ihr Obereigenthum als Erblehnherren bevor, wie aus demBestätigungsbriefe über den weitem Verkauf der erstgedachten beiden