Stamm Winterstein. III. Viertel. IL Branche.
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1772 dahin ausgeführt wurde, dass er zu seinem Antheil das Mittelgut xvlllGe "zu Winterstein mit den Untei'thauen in den Wintersteiner Dörfern er-hielt, und dagegen der zweite und der noch unmündige dritte BruderSonneborn mit der Hufe und Schäferei in Oesterbehringen sowie dasObergut Winterstein in Gemeinschaft besitzen, die Gerichte, Waldungenund Jagden aber gemeinschaftlich bleiben sollten. Diese Theilung hat bisauf die neueste Zeit fortbestanden.
Friedrich Adam Julius war aber wohl zu dieser Ausscheidungaus der Conimnnion mit den Brüdern hauptsächlich durch drückende Geld-Verlegenheiten veranlasst worden, in welche er durch jugendlichen Leicht-sinn gerathen war, und welche bald dahin führten, dass der Concurs übersein Vermögen ausbrach und seine Lehngüter in Sequestration genommenwurden. Da nun damals 177G der Landgraf von Hessen-Cassel der KroneEngland ein Hülfs-Corps gestellt hatte, welches im Frühjahre 1776 inEnglischen Sold nach Nordamerika ging, so nahm der Lieutenant Fritzin Gotha seinen Abschied, um in diesem Hessischen Corps sein Glückin der andern Hemisphäre zu versuchen, und trat 1777 als Premierlieu-tenant in das Hessische Jäger-Corps, dessen Augmentation am 25. Mai1777 zu Bremerlehe eingeschifft wurde, und unter den Befehlen desMajors v. Prüschenk stand. Er hatte Gelegenheit 1777 schon im Treffenvon Brandy wie am 13. Septbr. und besonders auch 1780 bei C har-tes town sich auszuzeichnen, und daneben mit forstmännischem Augedas Land und seine Waldungen zu betrachten und Studien darüber zumachen, welche Amerikanische Baumarten wohl für eine Acclimatisirungin Deutschland sich eigneten, denn der leichtsinnige Jüngling war unterdem Ernste des Kriegs zum Mann gereift, und fest entschlossen auch imFrieden der Heimath sich ferner dem Jagd- und Forstwesen zu widmen.Er kehrte 1784 als Stabs-Capitain im Jägercorps nach Europa zurück, undstand als solcher zu Wald au bei Cassel, seiner Beförderung im Forst-fache entgegensehend. Seine derangirteu Vermögens-Verhältnisse im Go-thaischen hatten sich inmittelst auch etwas gebessert, und er wurde hierim Kreise der Familie und auch am Hofe 1784 und 1785 mit offenen Ar-men aufgenommen. Schon 1781 hatte er eine Abhandlung, welche dieBeschreibung Nordamerikanischer Holz- und Busch-Arten mit Anwendungauf deutsche Forsten enthielt, geschrieben, welche 1785 hei Dietrichin Göttingen erschien, und dieser folgte nun im Juli 1785 ein grösseresmit Kupferstichen illustrirtes Werk unter dem Titel: „Beytrag zur teut-„schen holzgerechten Forstwissenschaft die Anpflanzung Nordamerikanischer„Holzarten mit Anwendung auf teutsche Forste betreffend," welches 1787ebenfalls bei Dietrich in Göttingen herauskam, und dem König Frie-drich Wilhelm IL von Preussen gewidmet war. Es war dieses Werknämlich zugleich sein Programm, mit welchem er der Berufung in den
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