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II. Euch. Zweiter Abschnitt.
-XVII. Ge-neration.
born zu, um seine neue Besitzung kennen zu lernen, wurde aber durchden Stand der öffentlichen Angelegenheiten bald nach Hannover zu-rückberufen, wo er 1803 bei der Französischen Occupation des Landes alsOalenbergscher Landrath vom Churfürstlichen Ministerio zum Mitglied desLandes-Deputations-Collegiums ernannt war, und ihm nun die traurigePflicht oblag gegenüber der Occupations-Armee die Interessen des Landesnach Möglichkeit zu wahren, und die Tragung der fast unerschwinglichenLasten den Einwohnern zu ermöglichen. Ihm fiel der undankbare Auftragzu, im Vereine mit dem Landschafts-Direktor v. Lenthe zu Lüneburgden Feldmarschall Grafen von Wallmoden, seinen Schwager, zur Ab-wendung des gänzlichen Verderbens des Landes, zum Abschlnss der Art-lenburger Convention zu bewegen , wodurch die Chur-HannoverscheArmee aufgelöst wurde, in deren Beihen er selbst seine ruhmvollsten Tageverlebt hatte. Aber das Unvermeidliche musste geduldig und muthvollgetragen werden, und das Vertrauen zu Gott mit der Hoffnung auf bes-sere Zukunft sollte nicht zu Schanden werden, wenn auch 10 Jahre derfeindlichen Usurpation auf dem Lande lastete. Den General Mortierfolgte General Desolles im Commando der Occupations-Armee, und die-sen löste am 17. Juni 1804 der junge Reichsmarschall Bernadotte ab,als die Erschöpfung des Landes auf den höchsten Punkt gestiegen war.Der neue Befehlshaber forderte das Landes-Deputations-Collegium vor sich,und als die Mitglieder desselben das wahre Bild des Elends des Landesvor ihm entrollt hatten, entliess er dieselben mit herben Worten, und derGeneral Wangenheim, welcher als der Französischen Sprache am mäch-tigsten das Wort geführte hatte, wurde aus dem Vorzimmer noch einmal zumMarschall zurückgerufen. Nichts Gutes ahnend folgte er dem Befehle,aber wer malt sein Erstaunen, als der stolze Reichs-Marschall des neuenKaiserreichs, mit völlig veränderter Haltung wie in der eben gehabtenAudienz, ihn anredet und indem er sich als den jungen Sergeanten vonCuddalore zu erkenen gibt, ihn seinen Lebensretter nennt, und ihn nunum Vertrauen bittet, indem er zur Abhülfe jeder gerechten Beschwerdedes Landes sich bereit erklärt! Und Bernadotte hielt Wort, schrittgegen den Aufwand seiner Generäle ein, verminderte das Occupations-Heer bis auf 20000 Mann, und hielt strenge Ordnung in Hannover, bisihn Kapoleon im Septbr. 1805 nach dem Oesterreichischen Kriegsschau-platz abrief. Aber auch später, als Gottes Rathschluss ihn auf den Schwe-dischen Königsthron gesetzt hatte, war er seines Lebensretters von Cud-dalore noch eingedenk, und noch in seinem letzten Lebensjahre ladeteer die Tochter des Generals Wangenheim, Frau v. Schulte, als Kö-niglichen Gast nach Stockholm ein, und bewies derselben seine Freund-schaft und Erkenntlichkeit.
Seit dem Tode des Bittmeisters Friedrich Bernhardt v. Wan-