Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
717
Einzelbild herunterladen
 

Stamm Winterstein. III. Viertel. I. Branche.

717

indien beim 15. Eegimente bereits befindliche und dasselbe führende Ma- xvn.r.o-

t ueration.

jor Offeney aber zum Commandeur dieses Regiments ernannt wurde.Die gegenseitigen Beschwerden zwischen Christoph August v. Wan-genheim und Oberst Reinbold erhielten dadurch ihre Erledigung, dassletzterer auf der Heimreise über China erkrankte, und am 11. JSovember1787 zu Canton verstarb.

Christoph August von Wangenheim ging aus der von ihmprovocirten Untersuchung seiner Differenzen mit dem indessen verstorbe-nen Oberst Reinbold glänzend gerechtfertigt hervor und wurde zumOberst befördert, da seine Gesundheit aber durch den mehrjährigen Auf-enthalt in Ostindien und die Strapazen des dortigen Kriegs gelitten hatte,fühlte er sich zum activen Felddienst nicht mehr geeignet, und kam um seinePensionirung ein, welche ihm auch im folgenden Jahre 1788 als Oberstgewährt wurde. Er hatte sich inmittelst am 28. Febr. 1787 zu Hanno ver mitder ältesten Tochter des Ober-Cammerherrn Johann Friedrich Ferdi-nand Low von Steinfurt vermählt, aus welcher Ehe am 14. Januar1789 eine Tochter Sophie geboren wurde, welche sich im Jahre 1813mit dem 1845 als Königlich Hannoverscher Staats- und Finanzministerverstorbenen Claus Detlev Schulte von der Luhe auf Burg-Sitten-sen vermählte, und als dessen Witwe und Seniorin der Wangenheim-schen Familie noch zu Hannover lebt.

Mittelst Vertrags vom 21. May 1788 trat ihm nun sein Bruder GeorgAugust das Rittergut Harste für einen Kaufpreis von 11750 ^ Goldin der Weise für sich und seine lehnsfähige männliche Descendenz ab,dass das Kaufgeld zu 4 pro Cent stehen bleiben, und dafür jährlich470 .,$ Gold an der'dem jüngeren Bruder aus Wake und Harste zuzahlenden Apanage gekürzt werden sollten. Christoph August wurdedadurch Mitglied der Calenbergschen Ritterschaft, und wurde auch im fol-genden Jahre an die Stelle des Hof- und Canzlei-Raths Johann Georgvon Uslar zum ritterschaftlichen Deputirten des Göttingenschen Quar-tiers und nach dem am 14. October 1797 erfolgten Ableben des Land-und Schatz-Raths Grafen HansErnst V.Hardenberg auch zum Land-Rathfür das Göttingensche Quartier erwählt. Durch das kinderlose Ablebenseines Vetters des Generallieutenants Georg Wilhelm Philipp vonWangenheini am 1. Augnst 1799 fiel nun auch das gelbe Schloss zuSonneborn mit Fischbach wieder an den inmittelst zum Generalmajor er-nannten Christoph August, als nächsten Agnaten, und er schloss nachmancherlei Differenzen mit der Witwe und Erbin seines Vorbesitzers überderen Abfindung und Witthum einen Vergleich, nach welchem er derWitwe ein Capital von 8000 ^ Gold und ein jährliches Witthum von200 $ m/m zu zahlen übernahm.

Christoph August brachte nun einen Theil seinerzeit in Sonne-