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Stamm Winterstein. III. Viertel. T. Branche. 703
terrichtet und getauft wurde. Derselbe begleitete darauf den Kurprinzen, XVI - Gß "nachmals König Georg L, auf allen se'inen folgenden Feldzügen, als be-sonders attachirter und getreuer Diener, und wurde unter den 27. May17IG von Kaiser Carl VI. in den Reichs-Adelsstand mit dein Zunamenvon Königtreu erhoben. Es heisst in dem in meinem Besitze befindli-chen vom Kaiser eigenhändig vollzogenen Adelsbriefe:
Wann Wir nun gnädiglich angesehen, wahrgenommen und betrach-tet, dass Uns des Königs von Gross-Britannien und Churfürstens zuBraunschweig-Lüneburg Liebden würklicher Camnierdiener und desReichs Lieber Getreuer Ludewig Maximilian Mehmet in unter-thänigkeit zu vernehmen , und glaubwürdige zeugnus gegeben, wiedass er von gar vornehmen Türkischen Eltern gebohren und in derersten Kindheit zu Coron gefangen, und nacher Hannover gefüh-ret, alwo er in der Christlichen Religion an selbigen Hofe mit be-sonderer entscheidung erzogen worden, und sich durch seinen gutenverstandt und geschicklichkeit nicht allein jedermanniglich beliebt,sondern auch durch die des Königs von Grossbritannien und Chur-fürstens zu Braunschweig-Lüneburg Lbden nun viele jähr hindurcherwiesene ungemein grosse Treu, tleiss und embsigkeit sich derge-stalt verdient gemacht, dass Dieselbe Ihne als einen recht treuen undangenehmen Diener, niehmalen von Dero persohn weggelassen, son-dern allezeit bey und um sich gehabt, indeme er Seine des KönigsLbden in denen Feldzügen, welche Dieselbe als Churfürst zu Braun-schweig-Lüneburg in dem letztern französischen Krieg zu des Hey:Köm. Reichs besten am Rhein gethan, jedes mahl begleidet, mithinbey lhro sowohl als jedermanniglich an selbigen Hofe in allen bege-benh'eiten durch seine erwiesene treu, fileiss und eyfferige dienstesich sehr angenehmb und gefällig gemacht hat, auch in solcher treuund eyffer sowohl gegen Uns, dem Hey: Rom: Reich und UnsermErzliaus Oesterreich nach möglichsten kräfften und begebenheiten bissin sein Ende beständigst zu verharren, des gehorsamlichen erbiethensist, und solches wohl thun kan, mag und solle.
So haben Wir demnach mit wohlbedachtem muth, gutem Rath undrechten wissen gemelten Ludwig Maximilian Mehmet die Be-sondere Kay. gnad gethan, und lhne sambt allen seinen EhelichenLeibcs-Erben und derselben Erbens-Erben, Mann- und Weibs-Persoh-nen zu allen Zeiten, in den stand und grad des Adels, Unserer unddes Reichs auch Unserer Erb-Königreichen, Fürstenthumben undLandten recht gebohrne Lehens Turniers genoss: und RittermessigerEdelleuthen gnädigst erhebt, darzu gewürdiget, geschoefft, geadelt,und sie derselben Schaar: gesell: und gemeinschafft der gestaldtenzugesellet und vergleichet, als ob Sie von ihren vier Ahnen vatter:
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