Stamm Winterstein. III. Viertel. I. Linie.
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wich, und dagegen die Regierung von Calenberg übernahm, war dieFol^e davon, dass auch die beiderseitigen Geheimen-Räthe und höherenHof- und Civildiener mit ihrem Herrn in die neue Residenz übersiedelten,und so finden wir von nun an Georg von Wangenheim als HerzogJohann Friedrichs Oberforst- und Jägermeister zu Hannover, wäh-rend zwei seiner Töchter Dorothea Elisabeth und Amalia Doro-thea die verwitwete Herzogin Dorothe a v. Celle, als dieselbe sich 1667mit dem Churfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg wieder-termählte, als deren Hofdamen nach Berlin begleiteten, und auch seineSöhne Christoph Adolph, Johann Sittig und Philipp Georg früh-zeitig in Brandenburgsche Dienste traten. Die Exspectanz auf die Güterder Herren von Eidingen zu Eidingen kam 1672 durch das Abster-ben des Hans Ernst von Eidingen, des Letzten seines Geschlechts,zur Geltung. Georg von Wangenheim verkaufte aber noch in dem-selben Jahre mit lehnsherrlicher Einwilligung des Herzogs Georg Wil-helm das Gut Eidingen an die Herren von der Wense, welche ge-genwärtig noch im Besitze sind.
Dagegen hatte Georg (wir haben nicht constatiren können, auf wel-che Weise) den Besitz des reichsritterschaftlichen Guts Reyschenbergin Franken um jene Zeit erworben, welches aber, da seine Kachkommenganz nach Preussen und Polen übersiedelten, bald w 7 ieder veräussert zusein scheint. Dass Georg übrigens nicht unbemittelt war, zeigt die Mit-gift, welche er am 3. Februar 1675 seiner an Adam Georg v. Wan-genheim verheirateten Tochter Anna Agnese aussetzte, und welche1000 Thaler betrug, was der zehnfachen Summe in heutiger Zeit gleich-kommen dürfte, Georg hatte damals aber vier Töchter. Eifrig in sei-nein Dienste zu Celle und Hannover hatte G eorg sich um seinen Thü-ringenschen Gutsbesitz wenig bekümmert, und die Sorge dafür wohl haupt-sächlich seinem altern Bruder Hans Lndwig überlassen. Wie er nunmit diesem seit der Verheirathung seiner Tochter noch kurz vor seinemLebensende in Streitigkeit gerieth, haben wir bei Hans Ludwig bereitserwähnt.
Georg von Wangenheim hatte sich schon vor dem Jahre 16o'J,in welchem sie als Frau von W r angenheim bei Bernhard ChristophsTochter Gevatter stand, mit Fräulein Catharina Sybilla von Hü-necke, Tochter des Hans von Hünecke und der Barbara geborenenvon Lioyneburg, vermählt, und wenn es auffallend ist, dass er so-wohl wie sein Bruder Hans Ludwig sich mit Gemahlinnen aus Magde-burg-Märkischen Familien verbanden, welche die gleichen Vornamen tru-gen, so weisen die Mütter der beiden Frauen doch darauf hin, dass dieVäter wohl in Sächsischen Diensten gestanden und darum in Thüringen-schen Familien, wie die Scheiding und die Boyneburg es sind, sich ver-
XIV. Ge-neration.