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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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IL Buch. Zweiter Abschnitt.

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sius Salzmann und die übrigen Erben und Testamentarien des weilandHrn. Johann Salzmann zur Herausgabe von Briefen nöthigen möchten,welche der S. Benedicti-Pfarrkirche zu Erfurt gehörten, zeigt, dass auchnoch andere Ansprüche gegen die Salzmann 'sehe Familie geltend gemachtwurden, und dieselben wohl geneigt sein mochten, sich auf fremde Ko-sten zu bereichen.

Uebrigens finden wir ihn bei dem Becesse vom 28. üctober 1523betheiligt, wodurch die Irrungen beider Stämme in Ansehung der Nitzun?des Wangenh eimer Sees beigelegt werden (Nro. 292 der I. Sammig.!,und nahm er in gleicher Weise an dem Becesse der 42 Artikel vom Don-nerstage nach Margarethen 1527 Theil, durch welchen die Irrungen zwi-schen ihm und seinem Bruder xVp el einerseits und den Söhnen Hans desJüngern andrerseits beigelegt wurden (Nro. 298 der I. Sammlg.), und ist unssonstige Kunde über ihn nicht zugänglich geworden. Er scheint immerein stilles, ehrbares Leben auf seinem Schlosse zu Win terstein geführtzu haben, und hat dasselbe auch gegenüber den aufrührischen Bauern imJahre 1525 zu vertheidigen gewusst, während dieses von Seiten seinesVetters Lutz auf dem Oberschlosse nicht der Fall gewesen war, indemdie Bauern in dieses eingedrungen waren, und theilweise Zerstörungenunter Mitnahme der Vertheidigungs-Waffen an Büchsen u. s. w. ange-richtet hatten.

Fr war gewiss schon seit dem Jahre 1513 (wo er beiläufig 38 bis40 Jahre alt sein musste 1 , wahrscheinlich aber schon früher, verheirathetmit Anna von Boyneburg, welche wir für eine jüngere Schwesteroder Sichte der Margaretha von Boyneburg halten müssen, welch«Bernhards v. Wangenheini Gemahlin war, und dürfte dann der 1527unter den Vermittlern des Becesses der 42 Artikel vorangenannte Lud-wig von Boyneburg wohl ihr Bruder gewesen sein, und wäre ent-weder der als Begent von Hessen bekannt gewordene Ludewig v. 1!.(geb. 1466, gestorben 1536) oder desssen gleichnamiger 1538 verstorbe-ner Sohn.

Aus der an den Churfürsten Johann Friedrich gerichteten Bitt-schrift der Witwe Anna geborene v. Boyneburg vom 25. Juli 1536ersehen wir nun, dass Friedrich der Aeltere am Sonnabend vor Esto-mihi, also am 26. Februar 1536 mit Hinterlassung von 10 zum Theil un-mündigen Kindern verstorben ist, und dass seine Söhne zum Theil beimTode des Vaters auswärts in Kriegs-Diensten waren , weshalb die Mutterum Befristung derselben mit der Lehns-Empfängniss, aber auch zugleichum Bestellung des Eberhardt von der Thann, Amtmann zu Wart-burg, des Hans von Farnrode und des Andreas v. UtterodtalsVormünder ihrer unmündigen Kinder bittet (iS'ro. 377 der II. Sammlung).Wenn nun Churfürst Johann Friedrich für sich und Namens seiner