Stamm Winterstein. III. Viertel.
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Poppe's und dem Käthe zu Langensalza Lohnbriefe über eine Mühle *'■ Ge_
1 r neration.
in der Stadt Langensalza, welche vom Wangenhcim'schen Geschlechtrelcviit, war also schon damals, nach seines Vetters Hans des JüngernTode, Senior des Stammes Winterstein.
In der gleichen Eigenschaft als Senior seines Geschlechts präsentirter 1521 Donnerstag nach Pauli Bekehrung dem Maintzischen Officialden Melchior Salzmann zu der durch den Tod des Dr. HenningGude erledigten Vicarie S. Andreae, Crucis und Ursulae in der Kirche;n Sonneborn 'Nro. 370 der IL Sammig.), wobei jedoch wahrscheinlichder genannte Melchior Salzmann (aus dessen Copie wir allein jenePräsentation kennen) sich einer Aenderung des Originals schuldig gemachthatte, indem wenigstens Friedrich der Aeltere später 1529 behauptete,dass er nicht Herrn Melchior, sondern Herrn Johann Salzmannibeide waren Stiftsherren zu Gotha) nach dem Tode des Doctors Gudezu dieser Vicarie präsentirt habe. Dieser Johann Salzmann, welcherschon 1505 diese Vicarie vom Dr. Gude gegen Rente übernommen, habenun den Melchior zu einem Lehnträger liominirt, und habe er daraufdie Vicarie von Johann Salzmann, der früher ihm gestellten Bedin-gung gemäss, zurückgefordert, über diese Verhandlangen sei aber derJohann Salzmann gestorben, und Melchior Salzmann habe sichunrechtmässig im Besitz zu erhalten gesucht. Friedrich habe nun dieseVicarie mit ihren Einkünften 1528 zur Stiftung einer ..feinen" Schule be-stimmt, „darinnen viele Knaben zu Gottes Ehre und des Landes Nutzen"erzogen werden sollten, und würde diese Schule eingehen müssen, wennjenes geistliche Lehn ihr wieder entzogen würde. Da nun alle Vergleichs-Verhandlungen, welche er durch Herrn Friedrich Mecum Pfarrer undJohann Osswaldt Burgemeister zu Gotha, als für diese Sachen be-stellten dun-fürstlichen Commissarien, mit Melchior Salzmann zuge-legt habe, vergeblich gewesen sein, so bäte er Seiner ChurfürstliehenGnaden den Salzmann mit seiner Klage abzuweisen, und die Schule da-durch zu erhalten. Friedrich sagt dabei in seinem Schreiben an denChurfürsten von Montag nach Palmarum 1521', „dass er sich in seinem..Gewissen beschwert finde, solches Einkommen, was zu Gottes Ehre fundirt..und gegeben sei, zu dieser stolzen jungen Gesellen Müssigang, Prassen,„Spielen, Spacieren und Buhlen folgen zu lassen, und der zu Gottes Ehre„eingerichteten Schule zu entziehen" (Isro. 371 der IL Sammlung).
Wir entnehmen nun aus diesem Vorgange, dass Friedrich eben sowie sein Vetter Georg vom Wangenheimer Stamme schon frühzeitigsieh der Reformation angeschlossen hatte, und deren Werk nach Kräftenzu fordern beilissen war. Aber ein aus dem Magdeburger Prov.-Archivuns mitgetheiltes Fürschreiben, welches der Rath zu Erfurt am Mittwochnach Sevari 1539 für Hans König, Altarmann zu S. Bencdicti, an dieHerren von Wangenheim erliess, damit diese ihren Unterthanen Bla-