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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Stamm Winterstein. II. Viertel. III. Linie. II. Branche.

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im folgenden Jahre 1795. Seine Witwe verheirathete sich nach wenigen *!>* .fnJahren wieder mit dem damaligen Hannoverschen Cammerherrn, nachhe-rio-em Königlich Sächsischen Geheime-Rath v. Seckendorf aus Kölzen,welcher 1816 in den Preussischen Grafenstand erhoben wurde, und alsdessen Witwe sie ein hohes Alter erreichte, und zu Merseburg ver-storben ist.

451. Adam Heinrich Ludwig,

der älteste Sohn Hans Adams zu Brüheim, war nach dem frühen Todedes Vaters sehr jung in Gothaische Kriegs-Dienste getreten, und zu einemim Solde der General-Staaten stehenden Regimente gekommen. In Hol-'land war er in ein anderes zum Colonial-Dienste bestimmtes Regiment über-getreten, und mit diesem nach den Niederländischen Colonien in Südame-rika geschickt worden. Hier war er rasch bis zum Grade eines Oberst-lientenants avancirt, und hatte sich, während er in der Heimath für ver-schollen galt, mit einer reichen Erbin und Plantagen-Besitzerin in SurinamAnna du Pour verheirathet. Er hatte jedoch das Leben in der heissen Zoneauf die Dauer nicht vertragen können, und kehrte, angeblich weil auch seinLeben von Seiten der habsüchtigen Verwandten seiner Gemahlin bedrohtwar, zur Herstellung seiner Gesundheit ungefähr im Jahre 1755 oder1756 zurück, mit reichen Mitteln von seiner ihn zärtlich liebenden Creo-lin ausgestattet. So erschien er unerwartet auf dem Schafhofe zu Brü-heim bei seiner in tiefer Armuth dahinkümmernden Mutter, welche, wiedie Sage geht, sich eben aus Sonneborn ein Brod holen wollte, weilder Brüheimer Bäcker ihr nicht mehr creditiren zu können erklärt hatte.Die Xoth hatte nun ein Ende, der zurückgekehrte Surinamer unterstützteseine Mutter und seine armen Verwandten reichlich , und sah sich baldnach Gelegenheit um, seine Surinamer Schätze in der Heimath in Grund-besitz anzulegen, und während seine Gemahlin durch ihre Verhältnissezum Verweilen auf ihren Surinamer Besitzungen gezwungen war, und ihnmit der Bitte um baldige Rückkehr bestürmte, war in ihm der Beschlusszur Keife gekommen, in Deutschland zu bleiben. Zunächst hatte er vondem Königlich Sardinischen Brigadier Carl Heinrich (Nro. 391) unddessen Bruder den Preussischen General-Major Friedrich Nicolaus(395), sowie von den Brüdern Joh ann Levin Ernst (398) und AntonGeorg Friedrich (401) zu Wölfis deren Antheile am Schafhofe zuBrüheim zu dem von seinem Grossvater auf ihn übergegangenen An-theile an diesem Gute hinzu acquirirt, und die darauf ruhenden Lehn-schulden durch Cession der Gläubiger für sich erworben, und darauf die-ses Gut mit einem neuen Wohnhause versehen, und hier, nachdem erseinen Abschied aus dem Dienste der Hochmögenden General-Staaten derSiederlande erhalten, seinen Wohnsitz aufgeschlagen. Nachdem er aber

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