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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XX. Ge-neration

erdigt, und der Säbel, welchen er 1798 bei Rexpoede geschwungenhatte, 'wird jetzt zum Andenken an die aufopfernde That des TJrgrossva-ters müttlicher Seits für den künftigen Fideicoramissbesitzer im Memora-bilien-Schranke zu Wake aufbewahrt.

Es überlebten ihn seine Witwe mit zwei Söhnen und drei Töchtern,welche letzteren von der Mutter zu vortrefflichen Hausfrauen erzogen.und als die schönen Fräuleins von Wiebrechtshausen von zahlreichenVerehrern umschwärmt, sämmtlioh die Mütter einer blühenden Nachkom-menschaft geworden sind, während die Söhne sich dem Dienste ihresHannoverschen Vaterlands widmeten, und hier ihrem Namen und ihrenEltern Ehre zu machen suchten.

Frau von Wangenheim war nach dem Tode ihrer Eltern, dereneinziges Kind sie war, in den Besitz eines nicht unansehnlichen Vermö-gens, welches durch das am 11. April 1806 zu Wiebrechtshausenbei der Tochter erfolgte Ableben ihres Vaters des Hauptmanns HeinrichJoachim Alexander von Post, ihr alleiniges freies Eigenthum gewor-den war. Dasselbe bestand theils in Grundbesitz, dem Bittergute Hol-tensen bei Hameln, dem Meierhofe zu Krückeberg, sammt zugehö-rigem Zehnten und Meiergefällen, theils in Capitalien, welche letzteren sie1819 ihrem Gemahle zum Theil behuf der Acquisition der Güter in Wan-gen heim vorschoss, welche dieser mit seinem Bruder gemeinschaftlichacquirirte. In gleicher Weise liess sie sich in der Calenberg'schenRitterschaft hinsichtlich des Guts Holtensen von ihrem Geniahle ver-treten, welcher dadurch Mitglied dieser Ritterschaftlichen Croporationwurde.

Nach beschaffter Abgabe des Klosteramts Wiebrechtshausen schlugdie verwitwete Frau v. Wangenheim ihren Wohnsitz zunächst in Braun-schweig auf, wo ihr jüngster Sohn Ernst das Collegium Carolinum besuchte.Nachdem derselbe aber Michaelis 1824 die Universität Göttingen bezogenhatte, verlegte sie ihren Wohnsitz nach Hameln, wo sie am 7. April1828 ihr thätiges Leben beschloss, und darauf am 11. April in demPost-schen Erbbegräbniss zu Holtensen beigesetzt wurde.

Durch ihr Testament vom 22. October 1821 hatte sie bestimmt, dassihre beiden Söhne ihren Grundbesitz dergestalt theilen sollten, dass derälteste Sohn A d o 1 f das Bittergut Holtensen, der jüngere Ernst aber denMeierhof zu Krückeberg mit allen Stren-Parcellen und Meier-Gefällenerhielte, und beide Brüder mit ihrer Nachkommenschaft sich gegenseitigin diesen Grundbesitzungen substituirt sein sollten, während sie übrigensihr Capital-Vermögen, nach Abzug einiger Legate, zu gleichen Theilenunter ihre fünf Kinder vertheilte.

Dass ihre Nachkommen auch zur Gremp'schen Stiftung in Tübin-gen berechtigt sind, ist bereits im I. Buche dieser Beiträge ausgeführt.