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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
sx. Ge- Qtt 0 Friedrich von Wangenheim auf diese Linie vererbten Lehn-
neration. °
guter in Wangenheim bekommen hatte, und durch die Acquisition derübrigen 6 /g dieser Güter von Seiten der beiden Herren Gebrüder mittelstKauf-Contracts vom 11. Juni und 14. Juli 1819 eine zweckmässige Conso-lidation des Familienguts erreicht wurde. Bei dem am 14. October 1830eingetretenen Ableben des Geheim-Raths Dorotheus Wilhelm v.Wan-genheim ging das Seniorat des Wintersteiner Stammes auf ihn überund wiewohl er damals schon sein 74. Lebensjahr überschritten hatte,sah man den rüstigen , allgemein beliebten und unter der Bezeichnung„der Baron" bekannten Greis doch noch täglich bis an sein Lebens-Endeum die Mittagsstunde von Siebeleben nach dem Gasthof zum Mohrenin Gotha fahren, wo er seit langen Jahren täglich an der Table d'hotezu speisen gewohnt war, und wohin er auch seine ihn besuchenden Vet-tern und Neffen mitzunehmen pflegte. So lebte er noch einen heitern Le-bens-Abend und entschlief am 12. Juni 1837 im beinah vollendeten 81.Lebensjahre zu Siebeleben. Durch sein Testament vom 28. Jan. 1837hat er die Kinder seines vor ihm verstorbenen Bruders zu seinen Erbeneingesetzt, seiner Dienerschaft reiche Legate bestimmt, und den Wunschausgesprochen, auf dem Siebelebener Kirchhof in ein mit grünem Ra-sen ausgelegtes Grab, wo möglich ohne Sarg in seiner gewöhnlichen Klei-dung und in ein weisses Laken gehüllt beerdigt zu werden, welcher Wunschihm auch erfüllt, und bei seiner unter zahlreicher Begleitung stattfinden-den Beerdigung dafür gesorgt wurde, dass die im Sarge zum Gottes-Ackergetragene Leiche aus dem Sarge genommen, und so der Erde überge-ben wurde. Auf seinem Grabe grünt, wie er es bestimmt, eine schöneLinde, welche statt eines Grabsteins oder sonstigen Denkmals seine Ru-hestätte bezeichnen sollte. Wegen seines Landsitzes in Siebeleben hatteer seinen Erben aufgegeben, bei der Veräusserung desselben Vorkehrungzu treffen, dass sein Tusculum nicht in ein Wirthshaus oder öffentlichesVergnügungs-Lokal verwandelt werden njöge. Jetzt ist der bekannteSchriftsteller Frey tag der Bewohner dieses seines Lieblings-Aufenthalts,und erfreut von da aus die literarische Welt mit seinen culturhistorischenArbeiten.
494. Ludwig Adam Ernst Walrat),
Walrab Adolphs zweiter am 16. März 1760 geborener Sohn, wel-cher später seine Kamen aber in anderer Reihenfolge Ernst LudwigAdam Walrab zu schreiben pflegte, wurde gleich seinem 4 Jahre iil-tern Bruder im Herzoglichen Pagenhause zu Gotha erzogen, und tratdarauf in das damals schon der Hannoverschen Armee einverleibte Infan-terie-Regiment Sachsen-Gotha ein, wurde aber bald darauf mit Patent vom18. Februar 1780 als Fähndrich in dem damals zu Hameln garnisoni-