-'.*■•■-
»*5w5Fw'ÄYffl^H3Ä^™:
612
II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xix. Ge- Kindern zu entfernt wohnenden Freunden sich begeben wolle, und wel-
neration. .
che darauf unter Beilegung dieses gerichtlichen Attestes am 2o. Kovbr.1808 sich aus Oschatz in Sachsen brieflich an den damaligen Schloss-hauptmann Friedrich von Wangenheim (I. Viertel) in Gotha umUnterstützung wendete. *
Diese Nebenlinie der legitimirten Söhne Friedrich Jobsts scheintsomit im Mannesstamme erloschen, und hat niemals in irgend einer Be-rührung mit der Familie gestanden.
439. Johann Wilhelm,
Christians zweiter am 24. März 1718 zu Sonneborn geborener Sohn,war als Fähndrich beim Preussischen Infanterie-Begimente von Grumbkoweingestellt, von welchem er am 30. April 1736 (nach den Halleschen wö-chentlichen Anzeigen vom Jahre 1730, p. 181) desertirte. Wir habenkeine- weitere Kunde von ihm.
440. Joseph Ludwig Heinrieh,
geboren zu Sonneborn am 20. März 1720, der dritte Sohn Christians,wurde mittelst Patents vom 22. Septbr. 1750 zum Premier-Lieutenant imInfanterie-Begimente v. Itzenplitz zu Berlin ernannt, war 1759 Capitainund starb unverheirathet als Königlich Preussischer Major im Jahre 1776.
441. Carl Friedrich,
geboren den 29. May 1722, Christians vierter Sohn, trat 1741 ausdem Cadettencorps als Cornet in die Königl. Preussische Garde du (lorpg,wurde 1744 aber ins Garnison-Bataillon von Saldern versetzt, aus wel-chem er jedoch wieder in die Cavallerie übertrat, wo wir ihn 1759 beimVerkaufe des Unterguts zu Sonneborn als Kgl. Preuss. Husaren-Iiitt-meister benannt finden. Später finden wir ihn als Hauptmann und Cam-merherrn in Baireuth, und am 22. Januar 1768 ertheilte er mit seinenBrüdern Friedrich Jobst und Joseph Ludwig Heinrich von Ber-lin aus seinen agnatischen Consens zu der Vertauschung von Hesswin-kel, und nennt sich dabei Hof-Marschall der verwitweten Frau Erbprin-zessin von Würtemberg; er wird also wohl derjenige Herr von AVan-genheim sein, welcher die von Fontane in den „Wanderungen durchdie Mark Brandenburg" erzählte lustige Exmission des Freiherrn vonKrahne aus dem Schlosse zu Köpenick bewerkstelligte. In Bai-reuth war es, wo er im Monat Juni 1767 sich mit Fräulein SusanuaElisabeth von Schröder vermählte, aus welcher Ehe zwei Töchtererwuchsen, Henriette Friedrike Ulrike, geboren am 21. Januar1769, welche mit dem GeheiiuenCammerrath v. Pritzbuer zu Schwe-