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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xvm.Gc- ; n j en Hofdienst des Herzogs von Sachsen-Meiningen getreten, wo er

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sich ungefähr 1720 mit Frl. Louise Dorothea v. Isimptsch, der Tochterdes Herzogl. S.-Meiningenschen Geheime-Raths, Oberstall- und Oberjäger-meisters Ernst Gottlieb von Nimptsch verheirathet hat, welche ihmin Sonneborn am 21. August 1721 einen erstgebornen Sohn JohannE rnst G ottlieb schenkte, welchem dann an verschiedenen Geburts-Ortennoch drei Söhne Friedrich Adam oder Adolf, Friedrich Wilhelmund Carl Friedrich folgten. Bei der Geburt des ersten Sohnes wirdJohann Ernst im Sonn-eborner Kirchenbuche als gewesener Meinin-genscher Oberschenk bezeichnet, und 1725 wird er als Cammerjunkerund Stallmeister an demselben Hofe genannt. Spätar trat er in KönigliehPreussische Dienste und beschloss sein Leben im Jahre 1737 als König-lich Preuss. Kriegsrath. lieber seinen Nachlass brach der Concurs aus,und seine Lehngüter geriethen , da seine Söhne sämmtlich minderjährig,in Sequestration.

Er hatte sich mit seinem Bruder Christian und mit ihrer beiderVettern der Art getheilt, dass ihm das Obergut Winterstein und einbestimmter Antheil an den Wintersteiner Waldungen (Kriegsraths-Ecke)privativ zugetheilt waren, und diese alten Stammgüter wurden nun alsfreies Erblehn subhastirt. Seine nachgebliebenen Söhne suchten sich zwarin dem Besitze des väterlichen Guts dadurch zu erhalten, dass sie das-selbe bei der Subhastation selbst im Meistgebote erstanden, sie warenaber nicht im Stande, dasselbe aus eigenen Mitteln zu bezahlen, undverkauften dasselbe daher als freies Erblehn an den Cammerjunker Phi-lipp Werner v. Wangenheim zu Sonneborn. Sämmtlich in Preus-sische Kriegs-Dienste getreten, versäumten sie nun, der Heimath und dendortigen Verhältnissen fremd geworden, sich durch rechtzeitige Muthungdie gesammte Hand an den Familien- und Stammgütern zu wahren, undschieden so aus dem Familien-Verbände aus. Einigen Antheil an dieserVersäumniss mag immerhin die Erwägung gehabt haben, dass bei der gros-sen Anzahl ihrer Stammes-Vettern ihnen die Erhaltung der fernen Succes-sions-Aussichten nicht das Opfer der sich oft erneuernden Lehns-Gebührenwerth schienen.

Da Johann Ernsts Nachkommenschaft als ein dem Familien- undFideicommiss-Verbande des Wintersteiner Stammes nicht mehr ange-höriger Zweig der Familie in seinen Ur- und Ur Ur-Enkeln noch fortblüht,so wollen wir hier über diesen Zweig gleich das beibringen, was unsvon demselben bekannt geworden ist.

Johann Ernst hinterliess, wie oben gesagt, vier Söhne (XIX. Ge-neration), welche sämmtlich in der Preussischen Armee dienten.

434. Johann Ernst Gottlieb, geboren zu Sonneborn am 21.Aug. 1721, war 1746 Fähndrich, avancirte am 4. Juni 1752 zum Secon-