Stamm Winterstein. II. Viertel. I. Linie.
230. Friedrich Wilhelm
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XVI Ge-neration.
war der jüngste unter Bernhardt Wilhelms Söhnen, und der einzige,welcher den Stamm fortsetzte. Auch er hatte während des 30jährigenKriegs als Soldat gedient, scheint sich aber seit seiner ersten Verheira-thung mit Anna Regina von Vogel am 2. December 1644 zu Son-neborn niedergelassen und dort bleibend gewohnt zu haben, was seineöftere Beschäftigung im öffentlichen Dienste, theils als Herzoglicher Kriegs-Commissair, theils als ritterschaftlicher Steuer-Ober-Einnehmer nicht aus-schloss, da ihm nachgerühmt wird, dass er „ein weltwitziger kluger Herr„und «sehr considerabler Mann von Verstand und adligen christlichen Tu-genden gewesen sei' - '.
Friedrich Wilhelm, welcher seinen väterlichen Sitz im Weyherzu Sonneborn, gelegen zwischen dem s. g. Schieferschiosse und derKemnotte oder dem nachherigen gelben Schlosse, wohl unbequem und we-nig zu einer gründlichen Restauration geeignet faud, hatte schon 1(569seine Gebäude zum Theil, namentlich das Küchen-Gebäude nächst derKemnotte der Wintersteiner Vettern abgebrochen, und erbaute sich obenim Dorfe, der Pfarre gegenüber, auf dem Platze mehrer dort belegenenGärten und Haus- und Hofstätten, einen neuen Herrensitz, das nachherI. g. Obergnt, welches sein Sohn Jobst Melchior später noch verschö-nerte und mit einer Haus-Kapelle schmückte, während er den nun ganzvon Gebäuden geleerten Platz des alten Schloss-Gebäudes 1686 für einPferd mit Sattel und Zeug dem Oberjägermeister Hartmann Ludwigvon Wangenheim vollends überliess. Friedrich Wilhelm war nachdem Ableben seines missrathenen Bruders Hans Ernst in den alleinigenBesitz des väterlichen Vermögens getreten, und scheint auch von seinerMutter einiges Vermögen ererbt zu haben, was wir daraus schliessenmüssen, dass er nicht allein die Mittel zur Ausführung eines immerhinkostbaren .Neubaues in Sonneborn in Bereitschaft hatte, sondern auchim Jahre 1676 das Gut Asbach zur einen Hälfte von dem Besitzer Jo-hann Heinrich von Erffa erkaufen konnte, dessen andere Hälfte erstseinem Sohne Jobst Melchior von einem anderen Herrn von Erffa,Georg Moritz, zu acquiriren gelang. Aber auch für die Erbauung ei-nes neuen Kirchenstuhls in der Sonneborner Kirche und Restaurationdes alten Stuhls, welcher damals für einen Schmuck und Zierde der Kirchegalt, wendete er Geld auf, er verzierte diesen geräumigen über der Sa-kristei liegenden älteren Kirchenstuhl zwischen Altar und Canzel mit denWappen seiner 32 Ahnen in folgender Weise in zwei Feldern und vierReihen in jedem Felde :
I. Feld links.
Ktaüz. Sohlotheirab. H^rstall. Wangenheim.
Bibr«. Meisebuch. Boineburgk. Wangenheim.
Ribra. Heinsberg. Rowenberg. ICronenberg.Rntlar, Scbachlen. Wolffershansen Romrodt.
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