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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xvn.Ge- w dche er sich aus dem Nachbarhause, dem gelben Schlosse, geholt hatte,
neratiou. .
Wegen der grossen Körperschwäche des Greises wurde die Trauung auf seinenWunsch im Schieferschlosse selbst vollzogen, damit er derselben beiwoh-nen konnte, und so freute er sich noch 10 Monate lang des ehelichenGlücks des jungen Paars, und schloss am 12. August 1759 im 77. Le-bensjahre die müden Augen zu einem besseren Erwachen im ewigen Le-ben. Am 14. August 1759 fand seine feierliche Beerdigung statt.
Achtzehnte Generation in der II. Branche der II. Linie des I. Viertels.
Georg Friedrichs Kinder:seine Tochter Carolina Elisabeth Eleonora, vermählte von Wan-genheim, haben wir erwähnt;sein einziger Sohn
376. Friedrich Bernhardt^".•^'sollte den Stamm fortsetzen. Am 4. August 1727 zu Sonneborn ge-boren, trat er im Jahre 1747 im 20. Lebensjahre als Cornet in die Kö-niglich Preussische Garde du Corps ein, hatte jedoch keine Gelegenheitsich im Felde auszuzeichnen, da seit 1746 die 10jährige Friedens-Periodezwischen dem zweiten Schlesischen und dem siebenjährigen Kriege einge-treten war, und seine Gesundheits-Umstände ihn schon im Jahre 1753 nöthig-ten, um seinen Abschied zu bitten. Derselbe wurde ihm vom König Frie-drich IL unter Beförderung zum Rittmeister am 15. Juli 1753 in Gna-den bewilligt, und Friedrich Bernhard kehrte nun ins Vaterhausnach Sonneborn zurück, wo sein seit Februar desselben Jahrs verwit-weter Vater Georg Friedrich vereinsamt sass, und hat dasselbe nichtwieder verlassen, sondern lebte von da an noch über 49 Jahre im Schie-ferschlosse zu Sonneborn, wo sein Andenken unter der Bezeichnung„des Rittmeisters" noch bis zur heutigen Generation fortlebt. Im Kreiseder Gothaischen Ritter- und Landschaft war er eine hochangesehene Per-sönlichkeit, und nachdem er als ritterschaftlicher Deputirter schon früherMitglied der ständigen Landschafts-Deputation geworden war, wurde ihmnach dem 1792 erfolgten Ableben des Geheimraths Ernst Wilhelmvon Wangenheim auf Grossen-Behringen auch das Amt eines rit-terschaftlichen Steuer-Ober-Einnehmers übertragen, welches er ebensowie das ihm gleichzeitig angefallene Seniorat des Wintersteiner Stam-mes bis zu seinem Tode verwaltete. Der frühe Tod seines Vetters AdamMelchior Johann Walrab zu Brüheim brachte es mit sich, dass,als die erste Linie dieses Viertels mit dem am 1. Juli 1778 erfolgten Ab-leben des Ehrhardt Christian erlosch, auch die von dieser Linie bisdahin besessene Hälfte der Stammgüter dieses Viertels mit dem Schiefer-schlosse zu Wangenheim auf ihn, als dem Grade nach nächsten Agnaten,