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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
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Stamm Winterstein. I.Viertel. II. Linie. I.Branche. I.Zweig. 521

war eine überall bekannte und allgemeines Vertrauen in allen Ständen XIX ,. Ge -geniessende Persönlichkeit.

Ein Edelmann im vollen Sinne des Worts war er überall zu finden,wohin ihn seine Christenpflicht, sein Amt und die Ehre rief. Er bliebmit seinen Brüdern im ungeteilten Besitze der väterlichen Güter, undwar der uneigennützige Verwalter und Verbesserer derselben, da seineBrüder in fremden Militärdiensten abwesend, er aber von Gotha aus imStande war als ihr Geschäftsführer alle ihre gemeinschaftlichen Interessenaufs Beste wahrzunehmen. Aber auch für andere Personen und nament-lich für seine Kamens-Vettern war er der stets bereite Helfer, Bathgeberund Vertreter, in den Kriegs-Troubeln von 1813 verdankt auch die StadtGotha ihm die Handhabung der Ordnung.

Den mit seinen Brüdern gemeinschaftlichen Grundbesitz in Brühe imerweiterte er im Jahre 1799 durch den Ankauf des vom II. Viertel anHr. von Etzdorf veräussert gewesenen dritten Theils des Schafhofs,und wenn er auch seiner dienstlichen Verhältnisse wegen seinen festenWohnsitz in Gotha haben musste, so waren seine Besuche in Brüheimund auf seinen übrigen Besitzungen doch häufig, und wusste er in allenDingen vortreffliche Ordnung zu halten.

Nachdem er zum Major in der Garde du Corps und zum Herzogli-chen Schloss*hauptmann avancirt war, schritt er auch zur Ehe und ver-mählte sich am 12. August 1790 mit Fräulein Anna Sylvia von Stud-nitz, geboren am 9. October 1766, Tochter des am 12. October 1728 zuSchleusingen geborenen und am 15. Januar 1785 verstorbenen Her-zoglich Sachsen-Gotha Altenburgschen Geheimeraths und Canzlers ErnstAemilius August von Studnitz und dessen am 15. Juni 1734 gebo-renen Gemahlin Christiane Charlotte von Schönebeck, welche am30. Januar 1812 zu Gotha im 78. Lebensjahre als Witwe verstarb.Durch den Tod dieser ihrer Mutter, welche nach dem Ableben ihrer äl-teren unverheiratheten Schwestern Fideicommissbesitzerin, des von einerTante, Fräulein von Fuchs, gestifteten Weiberfideicommisses Fuchs-höfen bei Königsberg geworden war, fiel nun auch, da ihre ältereSchwester Fräulein Louise Juliana von Studnitz bereits am 25. Oc-tober 1793 unverheirathet gestorben war, dieses Fideicommissgut an FrauAnna Sylvia von Wangenheim, geb. von Studnitz, und ihr Ge-mahl liess es sich angelegen sein, dieses bedeutende Besitzthum seinerGemahlin, welches in der unmittelbaren Sähe von Königsberg liegendwährend des russischen Kriegs im Jahre 1812 durch Benutzung als fran-zösisches Lazareth und durch die Kriegs-Verwüstungen sehr ruinirt war,wieder in einen einträglichen Zustand zu versetzen, und war bei seinemzu frühen Tode im Jahre 1817 seine Witwe dadurch in den Stand ge-setzt, ihre mehr oder weniger reichlich fliessenden Fideicommiss-Einkünfte

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