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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xiv. Qe- haben bei den Nachrichten über seinen älteren Bruder Friedrich Jobst
Deration. *
bereits der Mutsehierung vom 15. Januar 1584 und der Theiiung vom 11.October 1608, sowie der daraus entstandenen Weiterungen zwischen bei-den Brüdern gedacht, und kommen hier nur darauf zurück, dass HausReinhardt sich zu seinem Antheile das Schieferschloss zu Sonnebornerwählt und hier seinen Wohnsitz aufgeschlagen hatte, woneben ihm auchdie 1608 noch gemeinschaftlich gebliebenen Brüheimer Besitzungenund das vom Grossvater dort erkaufte Scharffenstein'sche Gut durchspätere Vereinbarungen mit seines Bruders Nachkommen privativ zu Theilwurden, und er den erkauften Hof zu Wolfsbehringen dienst- undlehngeldsfrei besass.
Hans Reinhardt verheirathete sich im Jahre 1597 mit FräuleinMagdalena von Geusau, des 1594 bei Völkersdorf unweit Wienals commandirender Oberst der Chursächsischen Hülfstruppen gegen dieTürken gebliebenen Levins von Geusau auf Farnstedt und Hey-gendorf, Amtshauptmann zu Sachsenburg, Langensalza und Weis-sen see, nachgelassene Tochter, und führte, nachdem die Hochzeit imHerbst 1597 von dem Bruder der Braut ausgerichtet war, seine jungeFrau am 5. März 1598 nach Sonneborn heim, wo das junge Paar miteiner Predigt über den Paulinischen Text „Ihr Männer liebet Eure "Wei-mer" feierlich empfangen wurde, und fortan während einer Dauer von25 Jahren eine glückliche und gesegnete, Gott gefällige Ehe führten,aus welcher Frau Magdalena zuerst am 12. Novbr. 1622 zur himmli-schen Heimath abgerufen wurde, und ihren Gemahl noch 10 Jahre wäh-rend der schweren Kriegszeiten im Witwerstande zurückliess, bis er ihrvom Schlage gelähmt am 29. Juni 1632 ins Grab folgte. Seit dem Jahre1628 war Hans Reinhardt nach dem Ableben Balthasars zu Grös-sen-Behring en auch Senior des Wintersteiner Stammes; wenn we-nig Kunde über sein Leben bis aui uns gekommen ist, so stimmen dochalle Nachrichten dahin überein, dass er ein gottesfürchtiger, redlicherMann war, welcher bei Jedermann in grossem Ansehen stand.
Seine Ehe war mit 14 Kindern (9 Söhnen und 5 Töchtern) gesegnet,welche sämmtlich in Sonneborn geboren wurden, über deren Geburts-tage aber die Nachrichten unvollständig sind, da die Geburtslisten derSonneborner Kirchenbücher von 1601 bis 1637 zum grösseren Theilefehlen.
Fünfzehnte Generation in der II. Linie des I. Viertels des StammesWinterstein, Hans Reinhardts Kinder:
Söhne: 144. Johann Levin; 145. Friedrich Ludwig; 146. Wolff David:147. Melchior Ludwig; 148. Wilhelm Heinrich; 149. Jobst Christoph:150. Geor« Ernst: 151. Melchior Adolph: 152. Reinhard Thilo.