Stamm Winterstein. I. Viertel. I. Linie.
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heim, Philipp Albrecht und Heinrich Wilhelm, schon vor dem xv Ge -
. neration.
Vater gestorben, die überlebenden fünf Söhne scheinen aber beim Todedes Vaters sämmtlich mündig gewesen zu sein, da von einer Vormund-schaft auch für den jüngsten Jobst Reinhardt nicht die Rede ist.
Diese fünf Brüder scheinen nun im ungetheilten Besitze der väterli-chen Erbschaft geblieben zu sein, wie sie denn gemeinschaftlich ihre For-derung gegen die Gebrüder Vitzthum von Eckstedt auf Mark-Vip-pach einklagten und verfolgten (Uro. 445 der II. Sammlung). Wennaber bei der Belehnuug von 1624 Melchior Ludwig voran genanntwird, und in Vollmacht seiner Brüder den Lehnspflichten Folge geleistethat, 80 scheint er darum doch nicht der älteste gewesen zu sein, sondernnur für seine, wahrscheinlich im Kriegsdienste abwesenden Brüder ge-handelt zu haben, und tritt uns vielmehr Friedrich Jobst als der ein-zige beim Tode des Vaters verheirathete Sohn und als das Haupt der Familieentgegen, nachdem er aber am 16. Januar 1639 bereits in jungen Jahrengestorben war, tritt Wolff Ernst an seine Stelle, welcher auch seit1642 als Senior des Winterstein'schen Stammes auftritt, und da seinBruder Friedrich Jobst nur unmündige Kinder hinterlassen hatte, sichanscheinend spät noch zur Verheirathung mit Martha Agnesa v. Wan-genheim, der Tochter Crafft Friedrichs zu Hesswinkel vom ILViertel entschloss. Da sein Stamm aber schon mit seinen Söhnen wiedererlosch, so wollen wir hier von ihm und seinen Kachkommen vorweg nuranführen, dass Wolff Ernst, nachdem er es im Kriegsdienste bis zumCapitain-Lieutenant gebracht hatte, circa um das Jahr 1642 sich zu Wan-genheim niederliess, wo ihm seine obengenannte Gattin 3 Söhne, WolffMelchior, geboren 1647, Friedrich, geboren 1650, und Ernst, ge-boren 1652, sowie eine Tochter Anna Sabina, geboren am 7. Februar1649, schenkte. Von diesen Kindern überlebten ihn aber bei seinem am15. April 1653 zu Wangenheim erfolgten.Tode nur die Tochter AnnaSabina, welche sich demnächst mit Johann Vogel auf Ballstedt ver-mählte, und der Sohn Friedrich, welcher aber schon als 14jährigerKnabe am 28. May 1664 als Page am Pfalzgräflichen Hofe zu Bircken-feld verstarb, wohin er wohl durch seinen Vetter Friedrich Bern-hardt gekommen war, da dieser um jene Zeit dort als Hofmeister, Rathund Amtmann fungirte.
Friedrich Hermann war bereits 1627 als der erste von den 5Brüdern gestorben, undMelchior Ludwig und Jobst Reinhardt folg-ten ihm zwischen den Jahren 1635 und 1647, ohne dass uns über dieLebens-Verhältnisse dieser, anscheinend sämmtlich unverheirathet geblie-benen Brüder etwas Näheres bekannt geworden wäre. Kur das Stamm-buch des Caspar von Hanstein bewahrt die Einzeichnungen von Mel-chior Ludwig mit der Jahreszahl 1608 und der Devise G G W E