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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

neration ~^ s S 3 ^ a k er überhaupt nur einen Jacob v. Wangenheim, der 1426 beiAufsig gebliebene Ritter und dessen Söhne waren Hans und Claufswie wir oben gesehen haben und in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhun-derts existirte nur ein Balthasar v. Wangenheim; der Vorname sei-ner Gemahlin, welche Margaretha hiess, wäre also auch verwechseltSie kann aber eine Tochter Margaretha gehabt haben.

Eine Bestätigung dieser Annahme liefert der zu Treffurt noch vor-handene Leichenstein der am 20. October 1580 im 56. Lebensjahre ver-storbenen Anna vonHarstall, gebornen Langenstein, genannt Gün-tzerodt, welcher oben rechts das v. Langenstein-Güntzerodt'scheWappen (ein Hirsch) und links das Wangenheimsche Wappen, darunter.aber links zu Füssen das Boineburgsche Wappenschild zeigt.

Ob Anna von Wangenheim, Melchior v. Schlotheims Gemah-lin seine Tochter war, bleibt zweifelhaft,

53 Lutz IX -> Hans 4es Aeltern zweiter Sohn (14481463).

Wir wiederholen hier die Urkunden nicht, wo Lutz mit seinen übri-gen Brüdern neben dem Vater Hans dem Aeltern aufgeführt wird, undführen hier nur an, dass auch Lutz sich frühzeitig aufs Kriegs-Handwerkgelegt zu haben scheint, und auch in der Ferne, namentlich in den Nie-derlanden bei den damaligen burgundischen Kriegen sein Glück versuchthat, wenigstens kann dasjenige, was Wilwolt von Schaumberg inseinen Geschichten und Thaten (herausgegeben von Adelbert von Kel-ler, Stuttgart 1859 p. 111) von Lutz von Wangenheim erzählt,welcher mit dem Hauptmann von Yf feistein vor Mal'segk von denFranzosen verfolgt, zwei derselben niederwarf und ihnen entritt, nur aufunsern Lucz, den einzigen dieses Namens zu seiner Zeit, bezogen wer-den. Aus dem Jahre 1456 sind uns zwei Dokumente vom 21. und 24.Decbr. autbewahrt, woraus wir entnehmen, dass Lutz und sein BruderApel, beide wahrscheinlich damals auf dem Schlosse Winterstein hau-send, hauptsächlich betheiligt bei der Fehde mit Berit und Hans vonUtterod, und mit dem Herzog Wilhelm dadurch in Zwist gerathen wa-ren, dass sie einen herzoglichen Diener, vielleicht einen Bergmann, derdas landesfürstliche Bergwerks-Regal weiter ausdehnte, als sie für rechthielten, nach Winterft ein ins Gefängniss gesetzt hatten (Reg. 285 derIL Sammlung).

Zum letzten Male wird uns Lutz am Sonnabend nach Corporis Chri-sti 1463 als Obmann in einem Streite des Klosters Reinhardsbrunnmit Ditz Kefsler genannt (Reg. 216 der I. Sammlung) und da er inder Urkunde vom Donnerstage nach Bonifacii 1467 (Reg. 220 der I. Samm-lung) nicht mehr genannt wird, so wird sein Tod zwischen diese beidenJahre 1463 und 1467 fallen. Er hinterliess eine Wittwe Anna (viel-