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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

x. Ge- chgj. a | s Amtmann auf der Wartburg sass, und von den Familiengüternzunächst Tungeda besessen haben dürfte, sich vollständig abgesondertund auf dem in seinem Pfandbesitze befindlichen Schloss Hayneck geses-sen zu haben, dabei aber mit seinem Wintersteiner Vetter Hans fort-während in gutem Vernehmen gestanden zu haben. Wir sehen ihn daherauch mit Georg von Hopfgarten Ritter und Hans von Erfa wiedrumals Bürge für Hans den Aeltern von Wangenheim eintreten, alsdieser am 6. Februar 144G von Hermann und Hans von Heilingen200 Gulden Rheinisch (vielleicht um die gleiche im Jahre 1435 von Her-mann Goldacker erborgte Summe abzubezahlen) erborgte (Reg. 199 derI. Sammlung).

Am Sonntage Cantate 1446 vertraute ihm nach einer Nachricht desDresdener Archivs (Cop.-B. 22 fol. 33 ) Herzog Wilhelm das SchlossTenneberg als landesherrliche Voigtei an, und 1448 am Sonntag v.orKiliani schloss Ritter Claufs mit Graf Heinrich von Henneb-erg unterVorwissen und Genehmigung des Herzogs Wilhelm einen Vertrag, wo-nach er dem Grafen von Henneberg den Besitz des Schlosses Hay-neck auf 3 Jahre, jedoch mit Vorbehalt einer Rente von 80 Gulden undzweier Stück grauen Tuchs, welche ihm auf Salza verschrieben waren,und des Oeffnungsrechts für sich und für den Herzog als Pfandherrn inallen ihren Nöthen überliess. Welche Veranlassung zu dieser Vereinba-rung vorgelegen, und welche Gegenleistung der Graf von Hennebergdafür übernommen geht aus der Urkunde nicht hervor (Reg. 282 der II.Sammlung). Wahrscheinlich war es aber eine Geldverlegenheit, welcheihn zu diesem Vertrage voranlasste, denn auch seinen Pfandbesitz Wieg-leben, welchen er aus der väterlichen Erbschaft allein übernommen zuhaben scheint, musste er mit Schulden belasten, wie aus dem ihm 1454Dienstag nach Quasimodogeniti zu Weimar ertheilten Gunstbrief hervor-geht, wonach er an den Vicar Jacob Schaf zu Schlotheim 5 fl. jährtZins aus Wiegleben versetzen durfte (Nach einer Mittheilung des sei.Professors Rein aus dem Cop.-B. 49 des Dresdener Archivs).

Claus war ein Kriegsmann seiner Zeit, und diente seinem Lehnhernidem Herzog Wilhelm für Sold, nahm wahrscheinlich an allen kriegeri-schen Unternehmungen dieses thatkräftigen aber auch leidenschaftlichenHerrn Theil, und wenn wir in den uns aufbewahrten Urkunden nur lü-ckenhaft sein Leben verfolgen können, so liegt der Grund eben darin,dass er auf allen den Zügen, nach Burgund und Böhmen, nach Sie-dersachsen und Westpfalen, welche in diese Zeit fallen, als herzog-licher Truppenführer, bald Rittmeister, bald Oberst genannt, mit in Thä-tigkeit war, wobei seine Vermögens-Verhältnisse nicht vorwärts, sondernrückwärts gingen, was wenigstens dafür spricht, dass er den Krieg nicht,wie damals Viele seines Standes, als Erwerbsquelle betrachtete und benutzte.