Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
294
Einzelbild herunterladen
 

■^^■■§^■■^■■■1

ÜHMmMHBHHHHHHMI

294

II. Buch. Erster Abschnitt.

IX. Ge-neration.

1434 scheint Friedrich von Wangenheim schon als Amtmann zuCreuzburg gesessen zu haben, da er dort an der Entscheidung der Ir-rungen theilnimmt, welche in Folge der widerrechtlichen Versetzung desSchlosses Scharffenberg durch Heinrich von Laucha zur Zeit desLandgrafen Balthasar, zwischen Heinrich von Laucha und Nithardvon Buchenau noch obwalteten (Reg. 268 der IL Sammlung).

1435 am Dienstag nach Walpurgis übernimmt er mit seinem BruderApel und seinem Neffen Claufs eine Bürgschaft für seinen Winterstei-ner Vetter Hans über 200 Goldgulden, welche Letzterer dem HermannGoldacker verschuldete (Reg. 186 der I. Sammlung, wo Claus fälsch-lich für einen Bruder Friedrich und Apels früher von mir angese-hen ist).

Demselben Hermann Goldacker gegenüber verbürgte er sich nochin demselben Jahre am Montage nach Katharinae (27. Novbr.) für eineSchuld des Landgrafen Friedrich des Jüngern von 4000 Gulden, wofürdie Schlösser Salcza und Gebesee verschrieben wurden. Auch Hansvon Wangenheim war unter den Bürgen (Reg. 270 der IL Sammlung),

1436 am Dienstage nach Oculi legen Friedrich von Wangenheim,ohne Zweifel in seiner Eigenschaft als landgräflicher Beamter, und CurdTrussche (Treusch von Buttlar) auf einem angesetzten Tage zuEisenach die Irrungen bei, welche zwischen dem Johann Zeuch, Vikarder Stiftskirche zu Eisenach einerseits und Friedrich von Colmatschmit seiner Hausfrau Adelheid von Witterde und deren Tochter Adel-heid andrerseits obwalteten (Reg. 271 der IL Sammlung), und 16 Tagedarauf am Donnerstage nach Judica verkaufte Friedrich von Wangen-heim das Dorf Mihla mit den Wüstungen Habichsthal, Lintzinge-rode, Kessings Gewelk (?), Waltridehausen und Harftall, wiesolches Alles sein Vater von Dietrich von Heylingen ererbt hatte imEinverständnisse mit Elfen, seiner Hausfrau, für 2400 Rheinische Gul-den an die von Harftall (Reg. 272 der IL Sammlung). In den folgen-den Jahren scheint er und seine Neffen Hans und Claufs, Herrn Ja-cobs Söhne, in verschiedene Streitigkeiten mit Heinrich von Wint-zingerode und denen von Erffa verwickelt gewesen zu sein (Reg. 275der IL Sammlung).

1440 am Montage nach Bonifacii (5. Juni) hat Friedrich v. Wan-gen heim mit seinen beiden ebengenannten Neffen zur gesammten Hand,gleichzeitig mit dem Wintersteiner Hans zu Weimar die LandgräflichenLehn nach Ableben des am 4. May 1440 zu Weifsenfee verstorbenenLandgrafen Friedrich des Jüngern, Balthasars Sohn, empfangen (Reg.277 der IL Sammlung). Im folgenden Jahre 1441 hat in Folge einesLehnfalls in manu dominante (Abt Johann war gestorben und Abt Her-mann IL aus dem Geschlechte von Buchenau ihm gefolgt) Friedrich