VIII. Gener. 21. Lucz VIII. 1366-1411.
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und sein Sohn Landgraf Friedrich der Jüngere oder der Einfältige er- VIII -Ge-neuerte am Mittwoch vor Lucae (13. October) 1407 die Verpfändung vonBrüheim an Lucz VIEL von Wangenheim (Reg. 197 der IL Samm-lung). Dagegen aber dürfte die Pfandschaft des Schlosses Altensteinnach Ablauf der fünf Jahre der Unkündbarkeit bald aufgehört haben, we-nigstens haben wir keine Spur eines spätem Wangenheim'schen Besi-tzes gefunden. Wohl aber sehen wir unsern Lucz VIII. bald hernachim Anfange des Jahrs 1409 am Sonnabend nach Epiphanias im Dienstedes Erzbischofs Johann von Mainz als Burgmann auf dem SchlosseBischofstein, wofür ihm jährlich 12 Gulden Geld aus dem erzbischöf-lichen Hofe zu Erfurt als Burglehn verschrieben werden (Reg. 147 derI. Sammlung). 1409 am Donnerstage vor Michaelis ertheilte ihm dannLandgraf Friedrich der Jüngere noch einen Lehnbrief über den bei derCapelle zu Winterstein gelegenen, zum Schloss Scharfenberg ge-hörig gewesenen wüsten Heczmannschen Siedelhof, welchen der Landgrafdabei von dem darauf haftenden Erbenzins von 6 Schilling Pfennigen be-freite (Reg. 148 der I. Sammlung). 1410 Freitag vor Quasimodogenitizeugt er mit seinem Bruder Fritz und andern als die Gebrüder Burg-hart und Hermann von Medeheim dem Landgrafen Friedrich demJüngern und dem Grafen von Schwarzburg zu Gotha Urfehde leistenmüssen (Reg. 202 der IL Sammlung). Auch am 22. October desselbenJahrs begegnet er uns als Zeuge (Reg. 205 der IL Sammlung) und amSonnabend vor Palmarum 1411 sowie am darauf folgenden Palmsonntagselbst sehen wir ihn mit seinem Bruder und im Vereine mit seinen Vet-tern vom Stamme Wangenheim dem S. Katharinen-Kloster in Eise-nach erst l'/2 Hufe von Appel von Archfeld heimgefallenes Lehn-land vor Hoch heim zu freiem Erbe verkaufen, und dann dazu nocheine halbe Hufe daselbst, welche Hermann Arohfeld zu Lehn gehabthat, dem Kloster und der Kloster-Jungfrau Elisabeth von Archfeldinsbesondere, lediglich um Gottes Willen schenken (Reg. 206 und 207der IL Sammlung). Dieses Liebeswerk scheint mit die letzte seiner Hand-lungen gewesen und er bald nachher gestorben zu sein. Noch in dem-selben Jahre sehen wir seinen Sohn Hans mit seinem Oheim zusammendie Fuldaschen Lehne muthen, und im Kovbr. 1411 treten diese beidenzusammen auf, ohne Luczens des Vaters und Bruders zu erwähnen;dieser muss also zwischen Ostern und 1. Novbr. 1411 verstorben sein.
Er hinterliess seine eheliche Wirthin Katharina als Wittwe undeinen einzigen Sohn Hans, den Stammvater aller jetzt lebenden Wan-genheim Wintersteinschen Stammes, von dem wir später das Köthigebeibringen werden. Aus welchem Geschlechte Katharina entsprossenwar, steht nicht fest, möglicher Weise könnte sie eine Schwester Diet-richs von Witzleben sein, da dieser, wie wir oben gesehen haben,
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