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II. Buch. Erster Abschnitt.
vii. Ge- um diese Zeit eingegangen waren, sich als sehr bedeutend darstellen, undzeigen die desfallsigen Urkunden die Betheiligung unseres Lucz VI. dabei.Besonders scheint Lucz VI. in der Fehde gegen Herzog Albrechtvon Braunschweig und bei dem Zuge gegen Einbeck und Salzder-helden, sowie bei der Eroberung der Schlösser Hindenburg, Wint-hausen und Lichtenstein bei Osterode auf Seiten der Landgrafenthätig gewesen zu sein. Schon im Anfange des Jahrs 1365 am Tage St.Valentini (den 14. Februar) finden wir Lucz von Wangenheim nebenChristian von Witzleben, Jan von Lengefeld, Heinrich vonLaucha und Hermann von Mila als Vermittler des zwischen den Land-grafen Friedrich, Balthasar und Wilhelm und dem Bitter Dietmarvon Hardenberg gegen Empfang einer jährlichen Bente von 8 Schockbreite Groschen aus den landgräflichen Aufkünften aus der Stadt Lan-gensalza, als „rechtes burggut", sich verpflichten, Burg und Stadt Mo-rungen gegen Jedermann, ausgenommen dem Herren, bei dem diesesSchloss zu Lehn ging, im Dienste der Landgrafen als deren treue Burg-männer zu halten. (Nro. 98 der II. Sammlung). Wir können unter Burgund Stadt Morungen nicht das Mansfeldsche Schloss Morungen, da dasdabei liegende Dorf nie eine Stadt war, auch von einem HardenbergschenBesitze dieses Schlosses nie die Rede gewesen ist, verstehen, sondern nurStadt und Schloss Mo ringen im Fürstenthume Göttingen, welche Diet-mar von Hardenberg, der Stifter der Lindauschen Linie des Harden-bergschen Geschlechts, der nach Wolffs Geschichte des Geschlechts v.Hardenberg Theil I. , p. 85 seq., ein reicher Mann war, und auch inThüringen schon Besitzungen zu Sommern hatte, anscheinend als Lehnder Braunschweigschen Herzöge der Göttinger Linie (Herzog Ernstt 1367) besass. Da die Göttinger Herzöge von Braunschweig unterder Fehdelust ihres Vetters Albrecht IL von Grubenhagen selbstzu leiden hatten, Herzog Ernst überdem der Schwiegersohn LandgrafHeinrich des Eisernen von Hessen war, welcher ebenso wie der Erz-bischof von Mainz mit den Thüringenschen Landgrafen bei der Züchti-gung des Grubenhagenschen Herzogs betheiligt war, so liegt es nahe, dassDietmar von Hardenberg von Moringen aus den Landgrafen einguter Helfer gegen Einbeck und Salzderhelden sein konnte, und seinBurgmannen-Verhältniss ohne Beeinträchtigung seiner Vasallenpflicht be-stehen mochte. Aber die kurz vorher zwischen denen von Hardenbergund Herzog Albrecht stattgehabte Fehde, in welcher letztrer den Fle-cken Körten niedergebrannt hatte, mochte überhaupt auch eine Mitver-anlassung zu dem Thüringer-Mainzer Feldzuge gegen den Grubenhagen-schen Herzog sein.
In dem Schreiben vom Donnerstag vor Palmarum 1365 an den Main-zischen Voigt des Eichsfelds nennen die Landgrafen unsern Lucz \I.