IV.Gener. 4.BerthousII.1195—1196u.ö.Ludow. III. 1195—1259. 191
sein, nicht aber Friedrich'des Jüngern, welchen Landau (Geschichte der iv. Ge-Familie von Treffurt) den IV. und von Mittelstein nennt, sondern nera,ion -dessen Schwester und die Tochter des Friedrich IL, welcher nach Lan-dau von 1212—1239 auftritt, und welchen wir auch nicht für den Gross-vater, sondern für den Vater Hermanns von Brandenfels haltenmöchten, was dem Wortlaute der Urkunde von 1276, woraus Landau(a. a. 0. p. 10) das Erstere folgert, auch durchaus entspricht und nur bedingt,dass Friedrich IL v. Treffurt sich ebensowohl wie sein Sohn FriedrichIV. v.Met en st ein genannt hat, oder von Andern genannt ist, was bei demsteten Kamenswechsel in der Treffurt'schen Familie nach ihrem jeweiligenBesitze durchaus nichts Erzwungenes haben dürfte. Friderich IL v. Tref-furt war der Zeitgenosse Ludwigs IL und Ludwigs III. von Wan-genheim und wir finden denselben oft, sowohl mit dem Vater wie mitdem Sohne in der Umgebung des Landgrafen Hermann, Ludwig desHeiligen und Heinrich des Raspen, namentlich aber ist er der Genossedes Jüngern Wangenheim auf dem Zuge nach Polen und 1227 nachItalien, und beide bezeugen die obenangeführte Urkunde des LandgrafenHeinrich für Kloster Georgenthal vom Jahre 1229 (Reg. 39 der I.und Nro. 9 der IL Sammlung). Friedrich von Treffurt tritt aberschon 1212 handelnd auf, war also um etwas älter als Ludwig III. v.Wangenheim, welchem er doch jedenfalls vor 1238 seine Tochter zurEhe gegeben haben muss, da dieselbe am 3. Februar 1242 bereits Mut-ter dreier namentlich aufgeführter Söhne ist. Die Heilwiga zur TochterFriedrichs d. j. IV. von Metenstein zu machen, welcher erst 1248urkundlich erscheint, würde sehr wenig passen, und Hermann vonBrandenfels, welcher möglicher Weise ein bedeutend jüngerer Bruderder Heilwiga gewesen sein kann, und dessen Geburtsjahr gar nicht vor1230 gesetzt zu werden braucht, passt viel besser als Bruder des Frie-drich IV. in die Stammtafel, wie der Hermann I. der 1235 u. 1238schon verheirathet auftritt, nnd den ich keineswegs für Friedrichs desIL Sohn annehmen möchte. Da auch Landau für diese seine Annahmeüberall keinen Beleg beibringt, so kann er ebensogut für einen Nachkom-men des Friedrich L, welcher 1155 erscheint, etwa dessen Enkel, an-genommen werden, wie Professor Rein solches in seinem Aufsatze überdie Herren v. Treffurt auch thut, oder für den Sohn Reginhards ILund Friedrich IL dagegen für den Sohn von Friedrich L, da die An-nahme dass Friedrich IL der Sohn Reginhards IL sei, auch nurConjectur ist. Abweichend von Landau und von Rein construire ichdaher den Treffurt'schen Stammbauen nach den bis jetzt vorliegendenZeugnissen folgendermaassen.