IH
156
I. Buch. Achtes Capitel.
Ueber die Person der Stifterin Anna Margaretha von Wangen-heim verwitwete von Erffa herrscht einige Ungewisshelt; sowohl dar-über wessen Tochter sie war, als welcher Herr v. Erffa ihr Gemahlgewesen. Nur soviel steht fest, dass sie eine kinderlose und mit zeitli-chen Gütern gesegnete Wittwe war, und dass der ebengenannte GeorgFriedrich Treusch v. Buttlar von ihr als ihr Erbe und Vetter be-zeichnet wird, während die Fräulein Anna Beata und Elisabeth vonWangenheim, welche die Inventarienstücke der Stiftung ausscheidensollten , ihr nahgestanden haben müssen.
Aller Wahrscheinlichkeit nach war sie nun eine Tochter des 1629verstorbenen Balthasar v. Wangenheim auf Wangenheim und Grait-schen und der Sibilla von Kitscher, und war eine Schwester derMargaretha von Wangenheim, welche Friedrich v. Wangenheimzu Grossenbehringen zum Gemahl hatte, deren Tochter die eben er-wähnte Fräulein, Elisabeth war. Ihr Gemahl aber war wahrscheinlichChristian v. Erffa des nach Gotha diplomatica 1610 gestorbenen HansHartmann s v. Erffa Braunschweig Lüneburgschen Statthalters Sohn (nachGot,ha dipl. 1637 schon verstorben), aus seiner Ehe mit Margarethev. Hoym geb. v. Bock, dessen Stiefschwester Anna Maria v. Hoymdie erste Gemahlin Georg Melchiors v. Wangenheim zu Tüngedawar, als dessen Enkelin wieder Anna Beata v. Wangenheim erscheint,welche später den ebengenannten Georg Friedrich Treusch v. Butt-lar heirathete, dessen Mutter Marie v. Erffa geb. 1574 eine Schwesterdes obigen Hans Hartmanns von Erffa war. Anna Margarethavon Wangenheim konnte ihn deshalb mit Hecht Vetter nennen; dieältere Markershauser und die Willershäuser Linie der Treuschevon Buttlar waren aber gleichmässig mit der Stifterin verwandt, indemGeorg Friedrichs Vetter Georg Ernst vom Unterhause Markers-Tiausen Anna Margaretha von Lichtenberg zur Gemahlin hatte,deren Mutter Marie Sabina von Erffa wahrscheinlich auch eine Schwe-ster Hans Hartmanns von Erffa; die Gemahlin ihres Sohns AdamGeorg aber Agnes Eleonore von Wangenheim, Hans Georgszu Fröttstedt, des Bruders der Stifterin, Tochter war.
Die Willershäuser Linie der Treusch v. Buttlar stammte abervon Crafft Rudolf Treusch v. Buttlar dessen Gemahliu Veronicavon Cornberg die Tochter der Marie Susanne von Cornberg ge-borne Treusch v. Buttlar, einer Schwester Georg Friedrich» zuMarkershausen war, welche sich durch eine der Kirche zu Erffajetzt Friedrichswerth geschenkte Hostienschachtel ein Andenken ge-stiftet hat.
Die Vervvandtschafts-Verhältnisse stellen sich demnach so:
ja
T3
q
öS
o>
CD
o
J»
"u
03
CD
a
CD
R