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Drittes Capitel.
Der Güterbesitz des Wangenheimschen Geschlechts.
Allgemeine Uebersicht.
IDie frühsten und ältesten Besitzungen des Gesehlechts haben wir na-türlich an dem Orte zu suchen, von welchem dasselbe den Namen trägt,und finden sie auch dort, wenn wir die Schenkgeber an.die Fulda'scheKirche, den Ditmar, den Otolf und den Walther von Wangen-heim, welche nach den Summarien des Mönchs Eberhard in den Zeitenvor der Mitte der 12. Jahrhunderts und vielleicht schon unter der Herr-schaft der Carolinger {Dronke p. 133. Hec et alia multa tradita suntin turingia tempore Ludowici regif) und der Sächsischen Kaiser, derFulda'schen Kirche in Wangenheim, Tungeda und Hochheim,Güter übereigneten, für die Ahnen des Ludwig von Wangenheimannehmen, welcher 1133 zuerst urkundlich erscheinend, von uns als dererste Stammvater des Wangenheim'schen Geschlechts urkundlich nach-gewiesen ist.
Wangenheim mit seinem festen Schlosse und der grossen Flur desdavor belegenen Dorfs, Tungeda und Hochheim, Goldbach, West-hausen, Pfullendorf, Reichenbach u. Oesterbehringen scheinenvon Altersher den Kern der freien Besitzungen des Geschlechts gebildetzu haben (Reg. 13 der I. und Reg. 1 der IL Sammlung) an welche sichdann schon sehr früh nach allen Seiten hin ausgedehnter weiterer Besitz,theils als freies Allodium, theils als Lehn und Beneficium der Mainzerund besonders der Fulda'schen Kirche anschloss. Wir finden die Enkelund weitere Nachkommen des Ludwig I. von Wangenheim im Jahre1145 im freien Besitze des zum Dorfe Katterfeld gehörigen Theils vonHagen (im Gegensatz des den Grafen von Gleichen gehörigen Theilsvon Hagen des heutigen Dorfs Gräfenhayn vid. die Urkunde von 1230abgedruckt in Brückners Gotha'ischem Kirchen- und Schulstaat Tom.I, Stück V, p. 9. 310) von Gütern in Fahnern (1219), in Eschen-berge, wo der Enkel Ludwig 1232 und 1242 den Klöstern Georgen-thal und Frauensee Besitzungen überlässt, von Kälberfeld, welches»ie erst 1318 dem Erzstift Mainz zu Lehn auftragen u. s. w.
Daneben erscheint schon 1225 Ludwig von Wangenheim und■eine Vorfahren als Vasall des Erzstifts Mainz wegen einiger Besitzun-