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I. Buch. Zweites Capitel.
sten Urkunden zeigen das Wangenheim'sche Geschlecht immer in nahenBeziehungen zum Stifte Fulda, was bei der Rivalität beider Stifter inThüringen, schon ein gleichzeitiges ähnliches Verhälltniss zum Stifte Hers-feld ausschliesst, und in der That finden wir auch erst seit dem Anfalleder Erbschaft des Treffurter Hermanns von Brandenfels an dieGevettern von Wangenheim im Jahre 1305 durch den Besitz vonGrossen-Behringen Beziehungen zum Stifte Hersfeld entstehen. DieFamilie von Hirschfeld bleibt uns aber immer, ganz fremd, und findetsich kein urkundlicher Anknüpfungspunkt für irgend ein verwandtschaftli-ches Verhältniss der Wangenheims zu derselben.
Unter den Thüringenschen Adelsgeschlechtern begegnet uns nun derspringende Hund als Wappenbild noch bei denen von Werther oderWerder (ab Insula) welche wir im Stadt-Regimente von Nordhausenund in der goldnen Aue mannichfaltig begütert finden, welche aber mitder noch blühenden, theilweise gräflichen Familie von Werthern nichtzusammen zu gehören scheinen und längst ausgestorben sind, und bei denjetzt auch ausgestorbenen Herren v. Scharffenstein.
Während irgend welche Beziehungen zu jenen ausgestorbenen v. Wer-ther uns nicht bekannt geworden sind, stand das Scharffenstein'scheGeschlecht, welches seinen Namen vom Schlosse Scharffenstein aufdem Eichsfelde trug, durch mehrere Jahrhunderte und bis zu seinem Aus-sterben allerdings in nahen Beziehungen zu denen von Wangenheim,von welchen die v. Scharffenstein bis zu ihrem Aussterben im Jahre1692 Güter in Goldbach und Hochheim zu Lehn trugen. Seit demAnfange des 16. Jahrhunderts sind die v. Scharffenstein auch mehrfachmit denen v. Wangenheim verschwägert, aber von einem gemeinschaft-lichen Ursprung der Geschlechter, worauf sich das Wappenbild beziehenkönnte, findet sich keine Spur, es ist auch nicht anzunehmen, dass diev. Scharffenstein den Hund etwa erst als Wappejnbild angenommenhätten, nachdem sie in vasallitische Verhältnisse zu dem Wangenheim'-schen Geschlechte eingetreten waren. Da das Scharffenstein'sche Wap-pen aber auch als Helmzier zwischen einem Adlerfluge einen wachsendenHund führt, so ist es bemerkenswerth dass auch der unter andern Wan-genheim'schen Mannen vorkommende Berit von Goldbach 1398 einHelm-Siegel mit einem sitzenden oder wachsenden Hunde führt. (Tab.VI, Fig. 1.)
Alle diese Forschungen nach dem Ursprung des Hundes im Wan-genheim'schen Wappen haben uns nun zu einem irgend genügenden Auf-schlüsse über diesen Theil des Wappens nicht geführt, und eine Stamm-verwandtschaft mit andern Geschlechtern nicht entdecken lassen. Wir Siegeln Landwenden uns nun wieder zu dem Balkenschilde, welches wir urkundlich zu- schild mit füi
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