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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
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Namen und Abkunft des Geschlechts 7

und Händeln nicht vor, und sind daher beide Familien leicht von einan-ander zu unterscheiden, und Verwechselungen zu vermeiden.

In den Russischen Ostsee-Provinzen soll eine adliche Familie Qua-len genannt v. Wangenheim oder Wangenheim genannt v. Qualennoch heute blühen, wir haben aber etwas Näheres über dieselbe nicht inErfahrung bringen können, und müssen den Zusammenhang mit unsermGeschlecht in Zweifel ziehen, da von einer Auswanderung von Mitgliederndesselben in früheren Zeiten nach den Deutschen Ordensländern nichtsbekannt ist. Die Nachkommen des Preussischen Generallieutenants Chri-stoph Adolph v.Wangenheim (starb 1709) welche wegen ihrer durchmehrere Generationen fortgesetzten Dienste in der Kgl. Polnischen Armeeund temporairen Güter-Besitz in Westpreussen, durch anderthalb Jahrhun-derte in der Familie die Polnischen Herren v. Wangenheim geheissenhaben, haben sich in die Russischen Ostseeprovinzen nicht verzweigt, undsind jetzt ganz in ihre Thüringenschen Heimathssitze zurückgekehrt; zuihnen kann also jene Familie nicht gehören.

Möglicherweise ist diese Familie aber identisch mit dem Geschlechtewelches zur Zeit der Schwedischen Herrschaft unter dem Namen vonWangersheim auch Wangersohn und Wangersen in Esthland begü-tert erscheint (vid. Esthlands Landgüter und deren Besitzer zur Zeit derSchweden-Herrschaft von Dr. C. J. Paucker Reval 1847 u. 1849) undüber welches wir folgende Notizen finden: 1575 besitzt Hanss von W T an-gerssen einen Hakenbauer zu Pawel (Landschaft Harrien), welcher1586 seinen Erben zusteht, 1591 und 1613 ist Hanss WangerssensWittwe im Besitze. Herr Johann Wangersohn besitzt auch das Ge-sinde in Kauth Jerve Kirchspiel Kuhsei; König Gustav Adolphverlieh darauf dem Bürgermeister zu Reval Georg von Wangersheimam 6. Juni 1630 das Gut Wargell und wegen der auf ihn vererbfälltenForderungen seines Schwiegervaters Ewert Rothger am 7. Juli 1630das Dorf Terfer mit 3'/2 Haken Land im Gebiete von Narva. Nacheiner andern Nachricht war aber der Zusammenhang folgender: KönigGustav Adolph hatte die Ueberschickung der achten Compagnie Deut-scher Reuter von Reval und Riga nach Schweden befohlen, und schlös-sen deshalb die Königlichen Commissarien Philipp Scheding, JohannSkytt, Gustav Hörn und Erich Anderssen zur Beschaffung desTransports und der Unterhaltung dieser Truppen am 25. Febr. 1630 mitdem Bürgermeister Jörun oder Georg von Wangerson einen Dar-lehns-Contract auf 8000 Daler, den Daler zu 32 Oer gerechnet, ab, undverpfändeten für dieses Darlehn das Königliche Gut Hackehoff mit denDörfern Wariol, Hake und Nehato, alle im Gebiete von Narva ge-legen, und als Jörun von Wangersson im Sommer darauf noch 100Last Roggen zur Unterhaltung der Königlichen Armee geliefert hatte,