Erstes Capitel
Namen und Abkunft des Geschlechts.
VVangenheim als Namen des Orts und des Geschlechts begegnetuns zuerst in dem vom Fuldaschen Mönche Eberhard um die Mitte des12. Jahrhunderts zusammengestellten Verzeichnisse der Güter des StiftsFulda, deren Uebereignung an das Stift bis in die Zeit der Carolingerzurückgeht. (Reg. 1 der II. Sammlung).
Zu welcher Zeit nun die hier in Frage kommenden Schenkungen inWange nheim, wo ein Walt her 24 jugera und ein Otolf 30 jugera,ein Ditmar alle seine Güter in Wangenheim dem Heiligen Bonifaciusüberwies, stattgefunden haben, lässt sich, da die Schenkungsbriefe nichtmehr vorhanden sind, nicht näher nachweisen. Dass dieselben aber schonzu den frühesten Besitzungen von Fulda gehörten, und der Zeit der letz-ten Carolinger und des ihnen auf dem deutschen Königsthrone folgendenFranken-Herzogs Conrad I. angehören, erscheint nach der von Dronkeangestellten Ermittlung über die Reihenfolge des Eberhard'sehen Ver-zeichnisses wahrscheinlich.
Dass die genannten Schenkgeber in Wangenheim Walther, Otolfund Ditmar freie Männer waren, welche über ihr Eigenthum solcherge-stalt zu Gunsten der Kirche verfügen konnten, und dass der Waltheran einer andern Stelle jener Fuldaschen Traditionen ausdrücklich Wal-ther de Wangenheim genannt, und von ihm gesagt wird, dass eralle seine Güter an diesem Orte und ausserdem 2 jugera und 10 maneipiainTungeda dem St. Bonifacio übergeben habe, lässt bei der stets ge-bliebenen Zusammengehörigkeit von Wangenheim und Tungeda daraufschliessen, dass dieser Walther wirklich ein Ahnherr des Geschlechtsist, dessen ununterbrochene Stammes-Reihe wir von Ludwig I. an, wel-
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