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Die wunderbare Prophezeiung des Bruders Hermann von Lehnin : mit vollst. Erklärungen nach dem französ. Werke
Entstehung
Seite
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28oder aus menschlicher Gelehrsamkeit Ansichten undVermuthungen über die Zukunft aufstelle. Er selbsterklärt somit das Dokument für eine wahre Prophe-zeiung, und weiset dadurch zugleich auf die Aufmerk-und Ehrerbietung, mit welcher dieselbe gelesen wer-den soll, so wie auf das Vertrauen hin, welche sieeinflößen muß. Um dieses Vertrauen noch zu stei-gern, giebt er zugleich die Versicherung, daß er dieZukunft mit Vorſicht, mit Sorgfalt, aufdecken werde,und das Vertrauen in seine Worte wird mit jedemfolgenden Satze in uns wachsen.Es ist wahr, der Bruder Hermann richtet dieSchrift, welche die vorliegende Prophezeiung enthält,an das Kloster Lehnin. Aber damit ist noch nichtgesagt, daß er lediglich, oder überhaupt für die Or-densbrüder dieses Hauses geschrieben habe. Zu die-ser Annahme wären wir offenbar nur dann berech-tigt, wenn er in der Prophezeiung diesen Ordens-brüdern Regeln auflege, welche denselben zum Nutzengereichen könnten, oder denselben Lebensvorschriftenund Weisungen mittheilte, die sie zu befolgen hätten.Aber von dem Allem findet sich keine Spur in derProphezeiung. Er sagt nur, daß das Kloster unter-gehen, sinken werde, und betrachtet diesen Untergang,dieses Unglück, als unabwendbar. Dagegen machtder Verfasser andre Sterbliche auf eine furchtbareGefahr aufmerksam, der sie ausgesetzt sind, und be-lehrt und unterweiset sie zugleich, was sie zu thuenhaben, um dieser Gefahr zu entgehen. Diese Sterb-lichen aber sind die jetzt lebenden Prinzen des Preu-