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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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406
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406 75. Confortamini in domino.

sternisse nu in der weite ist, bede in geistlichen und in weltlichen, do sihtman jomer an, das die heiden und die Juden in iren wisen iren dingen Aalrehter tünt danne wir, noch irme naturlichen lichte, die doch alzumole in derblintheit sint und in dem vinsternisse, und wir hant also vil wunderlicher an-

5 wisunge, den heiigen glouben und daz ewangelium und Cristus leben und derheiigen, und bi dem alleine so bliben wir alzumole blint und sint vol itelkeitund der creaturlicher bilde, und verblibent alzumole noch in minnen noch inmeinen Got luterlichen; mit blinden ungelöubigen luten süllent wir geurteiletwerden. Nu sint ander lüte die dis vinsternisse diser blintheit hant gelossen

10 zümole, und hant sich gekert von in selber und von allen dingen in dazgewore lieht, und sint insinckende und insmeltzende in iren Ursprung in eimeinnewendigen stillen swigende alle irre krefte, und werfende sich in dasvinsternisse der göttelichen wüstenunge, das da ist über alle verstentnisse; undin dem erswingent sich also verre das underscheit verliesent in der eini-

15 keit, und verliesent sich selber und alle ding, und enwissent zümole nüt danneumb ein blossen einvaltigen Got, in den sint versuncken. Diewile dosint, so get es in gar wol und verirrent nüt, sunder also heruskoment widerzu der Vernunft, der ist dise wise zümole unbegriffenlichen, und enverstont diznit, wenne es ist zümole über und alles ir vermügen. So kummet denne die

20 geistliche schalkeit in den himeln, daz sint subtile geiste, die tüfele die verreüber die andern sint in subtilkeit und in bosheit; und bekennent denne ette-wenne von disen zümole göttelichen menschen das ire stette süllent besitzenin dem himelriche; des hant so wunderlichen grossen has das dise hohenedeln menschen niemer lossent gerasten; under andern wisen so bringent in

25 in, sin selber Got, und das were der sorglicheste val; do sol man rehte denglouben zu eime schilte nemen und den vil herte für sich halten, und sehendas niht wan ein Got ist noch werden mag noch ensol; und uf sinen starkenschilt des woren glouben enpfahe er die fürigen pfile und schoss des vigendes;und tut an den heim des heilles, und sint gegürtet mit der gerehtikeit und ge-

30 scliürtzet, und nemet an die pantzer gestricket von allen fugenden; und nementan uwer hant daz swert des Gottes Wortes, und schirment rehte frommeclichenumb üch, und erwerent üch von allen den schössen und behendikeiten uwervigende und allen iren schalkeiten, daz ir in aller volkomenheit mügent bestanin heilikeiten in den bösen tagen. Das sint die tage der wir wartende sint,

35 so die sulen der weite süllent bibende und alles zu einander sol geworfenwerden; dan süllent die ston in grosser Sicherheit, so vindent sich in disemabgrunde und sint in Got versuncken und sint fri ir selbes und aller freisen,die nu alsus gestritten und gesiget hant, und darumb gont darin alle tageund ziehent mit in in alle die iren die in mit sunderheit bevolhen sint, die

40 endürffent nüt wenen das ir vergessent, nein nüt, gont allft mit, in irt in

29. gegürtet S.