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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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402
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402 74. Ecce prandium meum paravi,

helffe tragen disen angest den man do hat, obe ime rehte si; und daz getrengeund oucli daz grosse reissen das der mensche hat lidig zu sinde und" einvaltig,daz ist sin vegefür und wurt hiemitte gelutert und me bereit. Ouch obe dermensche von der ussewendigen manigvaltikeit der übunge der minnewerken5 sich nüt alzuhant enkan also snel gesamenen, so erschrecke sich des nüt; soeilte die werg uss worer göttelicher minnen gegangen sint, so voilebringet derminnencliche Got daz hindernisse und ersetzet daz in kurtzer zit, wanne erbedarf nüt vil zit zu sinen werken. Ker snel mit ebne gantzen woreme ge-müte in den grünt innerlichen biltlichen, und wanne sich das ungenant in der

10 seien erbütet, so erbütet sich alles das domitte das nammen hat in dem un-genanten in Gotte; do inne ist alles das beslossen daz nammen hat, dem zuentwerfende; enkan der mensche in die lidekeit nüt zühant kummen, so go erdurch disen weg des innerlichen Werkes kurtzlichen und ordentlichen, daz istlihte ebne nützer, aber Jens wer edelre; so der mensche Got luterlichen meinde

15 und nüt des sinen, on allen zwifel so enlat in Got nüt irren, welichen weg erouch get. Also dis die guten horent, so meinent wellent es nu alr erst-

I beginnen, wanne allewegent anheben daz ist ir leben und wesen ; aber d ie Y£Xr

Inunftigen ziehent dis alles in ir wise und besitzent es in irre vernunftigen be-hendekeit. Also denne kummet die stunde des todes, so vindent iren grünt.0 itel Götz und kumment in grosse not; und haut nit geirret in demglouben und sint on dötliche sünde, so müssent mit den groben sündernin das vegefür; aber ist des nüt, so süllent ein ewig hellebrant sin, Nusehent wie der herre sine brunloft bereit hat, sin ohssen sint geslagen: bi denmag man nemen die ussere werhe, und sine vögele sint getötet: bi den mag man

25 nemen die innewendigen schowelichen werg, und bi der brunloft die innerlicheraste do man sich haltet Avürdeclichen und bruchlichen, also Got sin selbes ge-bruchet in wurklicher wisen, do get der herre der künig in alle stunde undbesiht sine brunloft. Nu sprach das ewangelium wie der herre einen vant dositzen, der enhatte kein brutekleit nüt ane, und fraget in wie er dar were

3.0 komen one das kleit, und Ines ime hende und füsse binden und werften in dazusser vinsternisse. Dis brutekleit des diseme gebrast, daz ist wore luter .gotte-liche minne und werlichen Got meinen, dis slüsset uz eigene und frömde minneund meinen üt anders denne Got. Nu nement sich dis etteliche an darumb das es verstont und hant es gehört oder gelesen, und hant es in vernünftigerwisen und nüt in dem ervolgende, hant es in dem wissende und nüt in demivescnde, und ist ir minne und ir meinunge nüt zümole luter blos Got in dem

1. helfe. Diser F. 6. ehte] anders F. 9. blicliche in sine grünt, vnd F.

10. mitte F. in] vnd F. 11 f. dem zv entwürtede F, dem entwerdende S. 12. lerkeit F.14. gins F. meine F. 15. sins F. 23. sin brunlöf F. 24. nemenman f. S.

25. nemen] nieman F. brvnluf F. 26. wirkliche. vS gebruchliehe F. 28. brunlöf F.

29. sitzet F. 35 f. vndwesene F, f. S.

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