74. Eooe prandium meum paravi. 401
wendig werg; also daz der mensche ansilit die unsprechenliclie gute Götz, diesich grosliche hat erzöuget an sinen wunderlichen ussflüssen und an denmenschen selber mit maniger wise und an allen menschen und an den minnec-lichen werken sinre menscheit und an sime lidende und tode und an sinenheiigen, und in diseme glich so üüsset er in Got mit grosser minnen und 5dangnemekeit, und ist dicke gar nütze, oder des menschen gebreste im in-liihtet; und alleine dis gut si und sere reisse, so ist es doch ungelich deminnewendigen swigende und rasten, als daz innewendige werg ist dem ussernwerke. Und in dem werke irrent ouch swwliche lüte also in dem ussern; dieersten so sü dise bilde und forme in sich ziehent, wanne dis sint alles bilde 10und formen; do der mensche alsus üt Werkes inne hat, so get es im also wolettewenne zu handen das es sich selber vil sere hie inne hat mit luste undgenügede, und enkan enkeines geistliches armutes hie inne mit enbekummen,sunder er klebet an der süssekeit also der bere an dem honige, und verblibentdo. Aber dis ensolte nüt sin denne ein weg zu eime edeln lutern gute, sü 15ensoltent noch hangen noch kleben noch des iren nüt suchen noch meinen,danne alleine Götz ere und wille, das in nüt geschehe also eime knehte demsin herre hette bevolhen und gesät über gros gut, und befunde der herre dazder knecht das zu unrehte an sich züge und sin ding mitte schüffe, der herreneme ime daz gut zu male und henckete in an einen galgen. — Nu us disen 20beden werken, usserlich und innerlich, ob sü mit ordenunge gewürket sint, sowurt geborn daz edel luter gut, die innerlich raste do man mit eime stillenswigende aller bilde und formen klimmet in daz gütliche vinsternisse, do manrastet und gebruchet mit ime. Von disem ist vil geschriben in der alten eund in der nuwen e, wie her Moyses wart geleit in daz vinsternisse, und ouch 25in Ysaia, wie die gesturme alle fürgingent in den der herre nüt enkam, unddarnoch in dem stillen gerune also in eime gewispeien do kam der herre; undalso man liset: dum medium silencium, in dem mittele des swigendes, do alleding uf das höhste usgeswigen worent, und in dem tieffesten der naht, herre,do kam din almehtige rede obenan hernider von dem küniglichen stüle. Zu 30diser edel er stillen süllent alle wisen, alle werg dienen und nüt irren, sundersü süllent stercken. An disem irrent ouch etteliche: mit irre natürlicher rastenslahent sü herin und vallent heruf mit irre natürlicher lust; do sol man sichvor_ hüten und mit einre minnenclicher vorhten ston in underworffenerdemütekeit, in vemütende sich selber, allewegent sin argwenig uf sich selber als 35in den andern allen die Eürgangen sint , und fliehe« sere zu Gotte, das er vaste
6. oder] l. ob? B. 6 f. im inlühtet /'. F. 7. d. als vng. F. 8. als F, und S.9. dem] diseme F. soliche SF, etliche Dr. 12. es vor sich] er F. 13. bekome F.
16. nüt] an mite F. 20. male F, ime S. 21. ordenugen F. 24. raste F. ime F.26. in Ysaia: vielmehr Beg. 1 19,12. 27. st. rungine F. 28. dum] in F. 29. geswige F.30. oben F. stvllen F. 30. Apoc. 8,1. 33. gelust F. 35. in F, und S. als F, f. 8.36. fliehen F, nieheiit S.
Doutaclio Texte des MUtolaltors XI. 26