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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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375
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68. Angeli eorum semper vident faciem patris mei qui in celis est. 375

sins uswendigen menschen als gewaltig was: als balde er gedachte ein übungeze tünde, so sprang der licham her für und sprach: 'sich, ich hin hie'. Disemenschen werdent recht als die forsten der weite, di tri sint und under niemanensint. Also werdent dise in irem geiste, das si herschent über alle diebewegunge irs usseren und inren menschen. Als das die bösen engele sehent, 5des habent si also wunderlichen grossen has, das die menschen in ire stettekomen süllent, und richtent uf alle ir bosheit und bringent den menschen indie aller grüwelicheste bekorunge, der glich kume ie gedacht wurdend, do diedie der weite und dem vijende dienent, nie ab gehortent noch enwistent, unddiser wise vil, das si si gerne herab zügent. Als si es denne dem armen 10menschen also nahe gelegent das in gantz dunket, es sülle ime an sine sinnegan oder an sin leben gan: so koment denne dise edelen gewaltiger, diseprincipatus und dise lierren und vertribent si, und der mensche hat den sigbehalten. Und der si einest alsus adellichen über wunde, si engetörstentniemer zu dem menschen wider komen in ze bekorende; wan si sint ze hofertig 15dar zu und [ISti*] si erschrekent sich vor disem gewaltigen volke. Und dennedas dise ierarchie regnieret, denne kumet dise herschaft und würket in demmenschen, das der ander mensche der in dem menschen ist, das die menschenals vernünftig werdent und als wise das si die schalkeit der vijende als avoIbekennent, als S. Paulus sprichet das in die vijende noch die weit noch das 20fleisch noch kein creature in nüt an enkan gewinnen.

Denne ist die dritte ierarchie: die würket und sieht in den aller inner-liehesten menschen, in den gotbildigen, gotformigen menschen.

Der erste kor von den das sint die throni und der ander die cherubinund die dritten die seraphin. Dise throni die würkent in dem innersten grünt, 25das der mensche wirt recht als ein küniglich thron, do Got in gelust zewonende und ze richsende, und urteilet und lonet und würket alle sine werkin in und usser in.

Dise menschen werdent in irem gründe als unbeweglich und in einengöttlichen friden gesät, das si weder liep noch leit, hert noch weich enmag 30entsetzen, als S. Paulus sprichet: 'noch tot noch leben' et c. Hundert tödeenmöchtent dise nüt bewegen noch entsetzen. Ze gelicher wise ob einsterbender mensche were: der dem alle die ere und alle die smochheit fürbrechte, das were im al zemole glich, wan er were gekert in ein anders: alsoist disem inwendigen gründe, der ist gekert in Got, und ist also ein stark 35tron Götz das in nüt entsetzen enmag, weder liep noch leit, denne blibent inirme weselichen friden, der Gottes [187 r ] stat ist, als David sprichet: 'in pacefactus est locus eius'. Disen friden, liebes kint, den halt und behut, das dil-

ti. gantz v.j.H. übergeschr. statt eines rad. Wortes E. 18. das derist fehlt Druck.25. dritte die mit Veno. v.j. IL a. lt. E; l. der dritte die? 30. nach enmag gestr.: si nüt E.34. vor gekert rot yestr.: gelich E.