Druckschrift 
Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
369
Einzelbild herunterladen
 

67. Flecto genua mea ad Deum et patrein Domini Jhesu Christi. 309

engel und heiligen, also als si mit minnenkliclier begerunge durch al begegent,das si mit lohende so über tringet si alle. Als gelicher wis als von vil kolenein gantz gros für wirt und siecht ein Hellte flamme uf über alle die kolen indie höhl über alle ding, also sol der mensche von allen gedenken undinbildungen und würkungen sinre nidersten und obersten kreften ein über- 5treffende wise lossen durch tringen sin gemüte in die höhi, verre über allesvermügen und würken sin und aller creaturen in die höhi der überwese-lichen gotheit.

Dis gelich bevant ein mensche, ein junge fröwe die in der e was: dergemüte erswang sich in die höhi, und in dem wart ir ir eigen grünt enteket 10und erzöiget und sacli den in unwordelicher clorheit und sacli den in unervol-genlicher liölii, die was ane ende und in einer endidnsor lengj und Invili undlici'li. alles sunder grünt.

Alsus, als ir nu gehört hant, so kumet man zfi dem Worte S. Pauli:'das ir begriffent die höhi, die lengi' et c. 15

Kinder, die her in koment sunder dise drije tilgende, rechte gelossen-_heit und lidikeit und unannemlicheit, und die gekleit mit demütkeit, und diewonent in dem [181 r J kloster der minne:

Kinder, die her durch mit ensint gegangen mit rechter übnnge, dievallent al ze mole i n den grünt. Aber bist, du her in komen mit diser vor- 20gesprochen tilgende, so blibet dirs und stest hie inne. Aber enphelt dirs, dasmüs iemer von annemlicheit und eigenschaft sin komen.

Hie wirt die gnade geborn; der same ergüsset sicli in disem gründe.'Transite ad nie, trettent über zu mir und werdent erfüllet mit minergebiirte'. Man müs alle dise ding über gon. Dis wirt wohl etlichen gezeiget 25und ist mit in in geborn. Aber der mensche der mit aller siner übunge us-wendig und innewendig zilt uf rechte gelossenheit, in dem mag dise gebnrtgeschehen, ob si durch disen weg gegangen sint. Dis grundes vinde ich etwasin jungen lütenj aber in den alten do ist verdorben; wan die jstont ze vastfi.uf ii'cn uf setzen und iren allen wisen mit eigenschaft, und sint gruntzecb! lind 30

1 /'. Also seine! dise niescheii mit einer guten begerung durch alle tugent mit lebengegangen, vnd daran so übertringe" sy alle tugent. Zu gleicherweiß als Druck. 2. nach kolengcslr.: das dannan ab E; steht S. 14 interpungiert nicht vor Als, hat aber *\\ vor Also Z.4.5. Würkunge S. 1.0. das zweite ir oben v. j. IL nachgetr. E. 11. uud saeh clorheit /'. S.1619. Vnd wissent kind', die menschen die hierin kunime durch dise edele tilgend, das ist ge-lassenheit, vnd ledigkeit vfi vnannemlicheit, vnd den die drey tugent bekleidt seind, mit warertieffer demütigkeit, vn warlich wonen in dem kloster göttlicher lieb, in einer abgescheideheit,diß seind deii warlich menschen nach allem wille gottes wan sy seind eins mit im vnd er mitju on vnderlaß. In disen menschen mag got wireken seine werck wie er wil, vnd wen er wil°n alle hinderniß. Darumb alle menschen die hie durch nit warlich seind gegangen m. r. üb.Druck. 17. gekleit sint? oder und die = et ii 'wid zwar gehl.'? 20. I. us dem gr.? (vgl.

enphelt dirs Z. 21) Ii. 23. den grünt S. 25. gezöuget S. 30/'. gruntzehte n.

urteilehte S.

Deutsche Texte des Mittelalters XI. 24