366 67. Flecto gemia raea ad Denm et patrem Domini Jhesu Christi.
vihelicheit. Als denne der ander, der vernünftige mensche, stet in rechterlidiger gelossenheit und sunder annemlicheit, denne haltet er sich in simeIntern nichte und lat Got ein herren sin und underwirfet sich ime. Dennewirt der dritte mensche al zemole uf gericht und hübet ungehindert und mag5 sich keren in sinen Ursprung und in sin ungeschaitenheit, do er eweklich ge-wesen ist, und stet do sunder bilde und forme in rechter lidikeit; do git imGot nach dem richtum sinre ere. Also gröslichen wirt er do begäbet das vonder richeit alle die nidersten und die mittelsten und die obersten hreftewerdent begäbet und gesterket in bevintlicher wise und gebruchlichen.
10 Dis ist das Got git nach dem richtum sinre glorien. Und hie wirt der
mensche gekreftiget mit tilgenden nach dem innewendigen menschen.
'Und (/ehe uch Christum ze wonende in üwerm herzen.' Kinder, das wortverstont: ze wonende mit dem heiligen glöben; das ist, als der munt uswendigsprichet: 'Credo in deum, ich glöhe an Got vatter almechtig'. Also dise
Iß menschen baut den selben glöben innewendig in einer vil hoher wise bevint-lichen und smeklichen. Ze glicher wis ob ein sechs jerig kint den glöbenspreche, und ein meister von [179 r J Paris spreche den selben glöben (wie esein glöbe were, so wirt er doch ungelich von den zwein verstanden): also hantin dise menschen in dem inren menschen in liebte und in klarheit und in
20 underscheide. Aber in dem dritten obersten menschen, in dem verborgenenmenschen, do hant si es ob dem Hechte in eime dünsternisse sunder underscheitob bilden und formen und underscheide in einer einveltiger einvaltikeit.
Dise hant den glöben in smackender bevintlicher wise gebruchlichen.Und spricht S. Paulus: 'er gebe Christum ze wonende in üwerm herzen'.
25 Christus sprichet als vil als ein salbe. So wo Got disen grünt alsus bereit undzu gekert vindet, in den flüsset die salbe Christus und wonet do, das diemenschen von gründe so süsse und scnfte werdent, si cnvermügent mit keinehertekeit. Wo dise drije tilgende in dem gründe funden werdent: gelossenheit,lidikeit, unannemlicheit, dar flüsset dise salbe Christus sunder underlos und
30 machet den grünt so süs und milt; möchtent si selber zu einer salben werdenund sich allen menschen mit geteilen, das were ir fröide. Ir minne wirt sowit, so breit: si slüsset al in sich, und möchtent si alle menschen selig machenals S. Paulus: er was mit den beiden ein beide, mit den Juden ein Jude, das eralle menschen gewünne, und unser herre Jbesus Christus der mit den Sündern
35 as und dike mit in wandelte. Christus salbe die flüsset durch si in süsser ge-meiner minne.
7. silier eren 8. 8. krefft Druck, krefte /'. ES. 0. und gebruchlichen /'. S.12. gebe 8, f. E. das ]} steht in E erst vor Kinder. 12. won. mit dem heiigen glouben
in 8. 14. an] in S. 15. m. die h. 8. IG. smeklichen] sinnelichen 8. 21. eime] dem 8.25. So gestr. E. 27 f. si — hertekeit] das sü nut habent keine h. 8. 31. mit a. m. geteilen S.32. slüsset <S', flüsset E. hinter machen hat der Brück: ey theten es gern. 33. ein hei]de
a. 11. v. j. II. nachgetr. E. 34. der f. S.