66. Querite primum regnum Dei et justiciam eius. 363
gewalt in dem liimel, das ist in sime sune; als der mensche in dem stet, nütanders meinende noch wellende noch begerende denne das selbe, [176 r ] so wirter selber Götz rieh, und Got richset in ime; do sitzet der ewige ktinigherlichen in sinem trone und gehütet und regniert in dem menschen. Dis riehdas ist eigenlich in dem aller innersten des grundes, als der mensche mit aller 5übunge den ussersten menschen gezühet in den innewendigen vernünftigenmenschen, und denne die zwene menschen, das sint die sinnelichen krefte unddie vernünftigen krefte, sich al zemole uf tragent in den aller innewendigstenmenschen, in die Verborgenheit des geistes, do das wore bilde Götz in gebt,und sich das al zemole erswinget in das götlich abgründe, in dem er eweklich 10was in siner ungeschaffenheit. Denne als Got den menschen also vindet in derluterkeit und in der blosheit zu gekert, so neiget sich das götlich abgründeund sinket in den luteren zu gekerten grünt und überformet den geschaffengrünt und zühet in in die ungeschaffenheit mit der üborformunge, das dergeist als ein mit dem wirt. Möchte sich der mensche in dem sehen, er sehe 15sich also edel das er gantz wände das er Got Avere, und sehe sich hundert-tusent werbe edelre denne er an im selber ist, und sehe alle gedenke undmeinunge, wort und werk und wissen sin und aller menschen; alles das iegeschacli, das soltest du ze gründe bekennen, ob du in dis rieh mochtestkomen, und in disen adel do Avere alle sorg/i'/YJ'yvaltikeit us und ab gevallen. 20Dis ist das rieh das man zem ersten suchen sol und sine gerechtkeit: das istdas man in an allen zu val setze zu ebne rechten ende aller unser meinunge inallen uiisern werken, und im getrüwen. Als Got nie menschen ze vil enmochtegewinnen, als enmochte nie mensche Gotte ze vil getrüwen, so es ein trüwewere in rechter wise und alsus sin sorge hin wirfet als er gesprochen het. 25
Nu sprichet S. Paulus doch: 'ir süllent sin sorgveltig, das ir behaltentdie einikeit des geistes in dem bände des friden'. Kinder, den frideii den manin dem geiste und in der inwendikeit vindet, der bedarf wol sorgveltikeit; wanin dem friden so vindet man alles dis: do wirt das rieh entecket und wirt dofunden und die gerechtekeit. Den friden ensol der mensche im nieman lossen 30nemen, wie alle ding koment: schade und frome, ere oder smocheit. Halt ieden inren menschen in woren friden, in dem bände des friden, das ist in dergemeinre ungepartigeter minne: einen iekliehen minnen als sich selber; und.setzent für ücli das minneklicli exemplar unsers herreu Jhegu Christi andsehent an wie sin minne gewirkt hat. die in ine tet iiden wan alle heiligen 35
3. riebet urspr.; s v. j. IL. eingeschoben E; richset S, richet 89. 5. grundes]
gemütes S. 6. ussern S. 0. die] der S. 10. erswingent S. nach dem gestr.: das E;
f. 8. 14. das erste in v. j. IL nachtr. übergeschr. E. das E 89, und S. 19. dis] das S.
22. aller Brück, alle E, in aller S. 23. I. getrüwe? M. E, mensche S. 26. Eph.4,3.29. das ziveite do] es S. 30. und f. Druck 31. und] oder S. 32. worera S,
33. ungepartierter S. 35. Iiden det S.