66. Querite primum regnum Dei et justiciam eius. 361
menschen sinen aten. Dise sorgveltikeit wirt geborn us der sünde und deruntugent gritikeit.
Selient für üeh wo mit ir umbe gont die wile ir in der zit sint, undsüclient das rieh Götz, das das fluiden werde und endecket werde do es ver-borgen in dem gründe lit der seien und wirt verderbet. Do gehört manig strit 5zu; wan es enwirt niemer recht fluiden, diser gebreste valle zem ersten ab,und das enget nüt eines tages zu. Was der mensche gcwalteklich gewinnensol, das müs er mit arbeiten erkriegen und mit hisse; e denne man deii usserenmenschen ab geziehe von minnen zergengklicher dinge in diser uswendigersorgveltikeit, dar gehört gar ein behender flis zu. 10
Wan er stecket so verborgenlichen in der naturen in dem vihelichengründe, das der mensche das sin suchet in allen dingen: in Worten, in Averken,in wisen, in dienste, in früntschaft. Wie das der leide gesuch der naturen inallen verb6rgenlich würket und och an Gotte, so wellent si trost haben,lüchten, smaken, bevinden, und wellent iemer etwas haben und wellent gerne 15himelrich haben. Man müs wol Helen in dem [174"] heiligen cristen glöben,und Got git dirs gerne. Propter retribucionem. Tu grosse werk und übe dichin allen guten tilgenden: Got sol dir grossen Ion geben als verre als dudich hütest vor urteil clines nechsten und das du och dich selber mit für besserenliast wan einen anderen. Wan tetest du das, so enweis ich entrüwen ob dir 20iemer üt drumbe werde.
Kinder, hütent üch vor disem behenden gesüche der naturen, das mangeistlich gut übunge tut umbe keine lipliche zitlich ding. Das hat ein anhangder symonien, die die heilige kilche also sere verwosset als deheine sünde, undist ze mole wider die gerechtekeit; wan Got ist von nature ein recht ende 25aller dinge, und du setzest dar in sine stat zii dem ende diner werke ein bössnöde zergengklich ding. Wir süllen suchen die gerechtekeit Gots. Dis istwider sine gerechtekeit.
Kinder, dis grundes liement in üch war und süclient das rieh Götz undallein sine gerechtekeit, das ist: süclient alleine Got, der ist das gewore rieh. 30Dis riches begeren wir, und bittet ein ieklich mensche alle tage in dem paternoster. Kinder, das pater noster ist ein al ze hoch kreftig gebet, Ir enwissentnüt was ir bittent. Got ist sin selbes rieh. In dem riebe do richsent alle ver-nünftige creaturen, us und do inne. Das ist das rieh, das wir bittent Got
1/'. und untugende der gr. S. 4. riebe gottes und sine gerehtekeit, das es f. u.entd. w. S. 11. das f steht in E nicht vor Wan, sondern vor In diser ZI. 0. verborgen S.13. in wisen in diensto] in die liebsten S. 15. hiliteu E SO, bibten S. 15 f. bev. und
wellent gerne heimlicbeit der lüte haben und bim. haben S. 17. das Latein hier ohne Unter-streichung E, f. S. 11). hütest E SO, übest und b. S. 20 /'. Wan —werde] das keinedir übel S. 23. kleine Druck. 2-1. verwosset] verwürfet S. 29. dises falschen grundsDruck. 30. das ist das wore rieh S. gewore: ge mit Venu. a. 11. (v. Sehr.?) nachgelr. E.31. bittent S. 33. got ist selber das riebe in dem riebe do r. S.