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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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305
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60 e. Repleti sunt omnes. 305

heilig geist den jungem und allen den die er sin enphenglich vant. Und alsotut er noch alle stunde ane underlos; so füllet er und übergüsset alle diegründe und alle die herzen und die seien wo er stat vindet: die füllet er mitaller der richeit, gnaden, minnen und gaben von den nüt ze sprechent ist.Und er füllet die telre und die tieffe die im für gehal/i35"/ten sint. 'Eepleti 5sunt omnes.' Wer es nu als es was in Helyas ziten, do es was drü jar undsechs manode das es nüt enregente und man weder seien noch ernen enmochte,und ob denne ein süs voller regen kerne das alles dis ertlich erfüllet underkicket würde: blibe denne eins menschen acker usgescheiden trucken unddürre, das solte dem und allen sinen fründen ein unlidelich rüwen und schrijen 10'machen. 'Repleti sunt omnes, si sint alle erfüllet mit dem heiligen geiste'.Wie mag denne dem ze mute sin des herzen und sele und grünt, sin uswendigund inwendig mensche, ze male dürre und scharpf und gnadelos, minnelos istbliben dis unsprechlichen übertreffelichen trostes!

Nu süllen wir merken was uns ze tünde si, das wir disen über 15wirdigen heiligen geist mügent enphohen. Die nechste und die aller höchstebereitunge in ze enphahende die müs er selber bereiten und würken in denmenschen. Er müs die stat selber bereiten .zu im selber und müs sich selberoch enphahen in dem menschen. Was ist nu sin werk mit dem das er denmenschen bereitet sich selber ze enphahende? Der heilig geist hat zwei werk 20in dem menschen.

Das ein ist: er itelt.

Das ander: das er füllet das ital als verre und als vil als er italvindet. Dise italkeit die ist die erst und die groste bereitunge den heiligengeist ze enphahende. Wan recht als verre und als vil der mensche ge-[136 r ] 25itelt ist, als vil und als vil me ist er enpheugklich. Wan sol man ein vasfüllen, so müs zem ersten us was dinne was. Sol win drin, so müs das wasserus, wan zwei materieliche ding enmügent nüt in einer stat gesin. Sol das fürin, so müs das wasser von not us, wan si sint widerwertig. Sol Got in, somüs von not die creature us. Es müs von not alles dannan; es si in weler 30wise das si, es müs alles dannan das in dir ist und angenomen ist. Nu müsdie tierliche viheliche sele in aller wise dannan, sol die vernünftige sele in

1. die sin entpli. worent S. 2. W am Bande mit Venu, (vom Sehr.) nachgetr. E.6. drü v. j. IL auf lias. E. 7. das—enreg.] ungeregeut 8. egen Druck. 8. dis /'. S.

eriiület und f. S. 10. dem und E SS, denne 8. 11. machen: c (vom Sehr.) oben nachgetr. E.13. schraf S. gn. und m. S. 15 f. über wirdigen f. S. 17. dein S. 20. ephalhende(die Abkürzung mit n aufgelöst nach ZI. 19 u. ö.) E. 22. itelt] macbet lere S, leret 88. 91.

23 f. and. er füllet das er 1er gemaebet. Die erste itelkeit [Die lerheit ist die ersteit. 88] und die grSste b. ist den S. 25. als verre und f. S. nach vil nochmals

als, (vom Sehr.) gestr. E. 25/". geitelt ES, me geleret 88. 20. als vil und als] so S.

29. con|trarie gestr. w. a. B. (viell. noch vom Sehr.): wid'w'tig E; so auch S. 32. äänä

(v. Sehr.?) auf Bas. E.

Deutsche Texte des Mittelalters XI. 20