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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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128
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128 33. Caro mea vere est cibus.

Danne der fliessende gebreste, der ist das der mensche unbesessen, unbevangenist mit keiner creaturen, tot noch lebende, und vindent sich allezit bereit zulossende so was er wüste wissentliche das Got nüt von ime wolte haben, daswere was das were, menschen oder sine front oder gut; doch so enist diser5 mensche mit also bewarsam also er solte, und ist Überwindelich von naturalan sinen natürlichen gebresten, welicher kunne die sint, es si zornikeit, hoch-vertikeit oder trackeit oder lichtvertiger worte. Also er denne kummet zu derUrsachen diser dingen do ime zu ist, so übertrittet er sich, es si an zu vilklaffende oder an zu vil trinckende oder an zu vil essende oder an zu vil

10 gemütekeit oder an zu vil bekümbernisse; und alleine die sünde an in selberettewenne merre sünde sint, doch wenne dis zu kummet von krangheit undunversehen züvellet, so ist es ungeliche minre hindernisse und mittel vil minre,wan der grünt do luter ist, alleine der zuval böse ist. Doch also der menschezu wolte gon morne oder hüte und denne diser zuvelle nüt behüt enwerde, das

15 hinderte den menschen alzümole sere an der minnecliclier züfugunge in für-einender wisen, und verkleinent die getruwunge und zerzühet und zerströwetdas gemüte, und wurt dis minneclichen influsses unenpfenglich und des ver-klerten liehtes in ime. Doch obe dise hindernisse ungewillichent also gesternwerent gevallen, so mit hertzeleide an werent gesehen, so hinderent nüt

20 also sere also obe hüte werent geschehen, wanne die bitterkeit und dazgetrenge mit wewen dis angesehendes, das schüret den rost des gebresten eingros teil abe, unde wolte der mensche aber hüte unbehüt sin, das er hiemittezerströwet wurde, es were mit klaffende, mit zit verlierende oder mit bekümber-nisse, daz hinderte zu sere, eine hindernisse uf das ander. Mer doch endarf

25 der mensche umb susliche ding nüt zümole lossen; get man zu, man ensündetnüt domitte, so es deine menschen leit ist, men möhte sich wol erkobern desnehsten tages. O v ch hindert die nature, das der mensche ungeschicket ist soder mensche zu vil oder zu wenig gesloffen hat oder gessen: ein mensche solteettewenne kume einen muntvol essen und besehen obe es die nature zükomen

30 möhte. Kinder, es müz gar luter sin do Got sin unsprechenlichen heilikeitinstürtzen und ingiessen sol. Kinder, dis sint die hindernisse des göttelichenminneclichen influsses des edelschatzes der do verborgen blibet. Ouch sintgute luterre menschen ettewenne trege und slefferig, mere wider alle geheng-nisse, das des sloffes vil von naturen habent, nie wenne ir fride si; die

35 endurffent es ouch derumb nüt lossen. Es sint och etteliche hindernisse dasetliche lüte alles das ire süchent, trost und bevintlicheit und wolsin, und

1. u. und u. 88. 6 f. z. oder h. 88. 8. d. also do 88. sich f. 88. vorvil tr. /'. 88. 12. unverselienliclien 88. 13. alles S, und alleine 88. 15 f. vereinter 88.17. dis] des 88. 18. ungewilleclicken 88. 19. hertzeclichem leide 88. 23. mit zit

verlierende f. 88. 24. die andern 88. 26. nie er enmohte 88. 28. oder zu wenig f. 88.33/'. a. ire g. 88.