32. Scriptum est in Johanne: caro mea vere cibus est. 119
sint in daz wunderliche werg, anzusehende mit alleme vermögende und sinnenund mit dangberem lobe und minnen, und verre darin über das man vermag.Denne 'min fleisch ist ein gewore spise und min blüt ist ein wares trang': diedis also ausehent mit den sinnen ussewendig also spise, trang, brotes undAvines, die ensmackent noch enwissent nüt von diser edelen fruht und von der 5unspreclienlichen süssikeit die hie inne verborgen lit. Ander spise die dermensche nützet, die ist in ir selber tot und snöde und enpfohet leben in demmenschen und wurt in ime geedelt; mer dise edele spise die lebet und istselber das wesen des lebendes, und alle die die von diser spisen gelabet undgespiset werdent, die lebent eweklichen, also unser herre selber sprichet: -'der 10min fleisch isset und min blüt trinket, der lebet ewecliche'. — Do er dise redegesprach, do giengent vil siner f runde bind er sich von ime und verstundentsinre rede nüt und sprochent: 'wer mag dise rede gehören?' Sü nament es mitden sinnen, in dem gingent sü von ime. Mere dise gobe ist verre über allesinne; hie ist der spiser und die spise ein. Nu Avere von diser hoher 15würdekeit drü püntelin zu sagende: das eine von der überedelre würdekeitdiser spisen; das ander von dem grossen unbegriffen nutze den dis bringet mitwürklicheit den die sü enpfohent; das dirte weliche die bereitunge si die manherzu haben sol. Nu wil ich gerne hievon sagen also verre mir G-ot genadeherzu git. Aber von disen hohen, wunderlichen, verborgenen, türen dingen so 20enkan ich nüt gedencken noch geprüfen mit welicher kunne Worten daz manhievon muge gesprechen, das so unwortlichen ist und verre über allen gedangund Vernunft menschen und engelen und allen creaturen in himmele und inerden. Lieben kint, hettent wir nu einen zümole rechten lutern indewendigenmenschen, der werlichen innig were, der möhte hievon wissen in gefülender, 25smackender und in wesenlicher Avisen, aber er enmöhte es nüt zu Wortenbringen noch nieman dervon gesagen, noch er enkan es mit sinnen noch mitVernunft nüt begriffen. Aber leider nu vindet man vil ltite in geistlichemschine, das sü allen iren lebetagen von irre kintheit untz uf ir alter alles ufin selber stont in sinnelicher Avisen und in manigvaltiger wdrkunge uz eime in 80das ander, nu her nu der; die enmögent von dem richtüme n/<t Avissen nochffii'igent des türen edeln Schatzes nüt gesmacken noch gewar werden, wanne sükunnent mit danne also sü in sinnelicher Avisen enphohen. Mere die dis un-wörtlichen und unbegriffenlichen adels süllent geAvar Averden in der Avorheit,die müssent sich halten abescheidelichen, lidelichen und eineklichen und inner- 35liehen. Nu ensol man dis mit also verston also vil lüte Avenent, das man disnüt müge haben, man müsse alle ding begeben und lidig sin zümole und müsser ehte eine sunderliche Avise herzu haben, und obe das nüt mag gesin, so kerent
3. b. das i. 91. 14. in dem] und ,9.9. sü f. 88. 17. unbegriffenliclien 88.
20. hiezu 88. 22. muge] künde 88. 24. zümole rechten ,96', rechten zumole S.
27. düvon 88. 29. iren S. 31. nut S.