106 26. Repleti sunt oranes spiritu sancto et ceperunt loqui.
goben drige bereitent den menschen zu dem ersten zu hoher und zu worervollekomenlieit, mere die andern viere die vollebringent den menschen, undwurt der mensche mit den vollemaht, indewendig und ussewendig, zu demhöhsten, lutersten, verklaresten ende der woren vollekomenlieit. — Die erste5 gobe, daz eine götteliche vorhte ist, daz ist ein sicher und ein gewerlicheranevang und ein weg zu dem allerhöhsten ende zu kummende, und ist einsichere starke veste mure den menschen zu hütende vor allen gebresten undhindernüsse und vor den schedelichen stricken; in den tieften vellen tut süin fliehen und tut rechte also ein wildes tier oder ein wilder vogel, daz schuhet
10 oder snelleclichen flühet von allen den die es fahen süllent oder begriffenwellent. Also daz Got der naturen das gegeben hat, also git der heilige geistallen den sinen dise minnecliche vorlite, domitte sii behüt werdent vor denhindernisseil die sü von ime gehindern mügent. Das hat die vorlite von irsadels wegen, daz sü behütet vor der weite, vor dem vigende, vor dem
15 menschen selber und vor den wegen und iviscn und werken do der menschesinen geistlichen friden verlieren mag und innerliche raste, do Gottes statinne ist in der worheit. Do flü&et alles, wan die nature enwil nüt in demmittele nu bliben also wilde. Antweder du müst dich Gotte zümole ergeben,oder dich sin getrösten das du in manige swere totsünde vallest, du 'wellest
20 oder enwellest. Dise wege flühet die götteliche vorhte, wanne sü ist einbeginnen der wisheit, also der prophete sprach. — Hernoch so klimmet einander gobe, daz ist die senftmütige miltekeit, die fürt den menschen in einenhöhern grat zu der höhsten gereitschaft, wan sü beninmiet ime alle un-geordente trurikeit und bandikeit, die ime die vorhte möhte insenden und in
25 domitte niderwerffen; das richtet ime dise miltekeit uf und setzet denmenschen in ein götteliche vertragsamekeit von innen und von ussen in allendingen, und benimmet ime unwertsanikeit und hertmütikeit und alle bitterkeitin ime selber, und machet in süssemütig gegen sime neusten in allen dingen, inwerten und in werken, und machet in fridesam und gütlich in siner usse-
30 wendiger wandelunge und gesast. Das stat alles noch in der vorhte wol, wandie swindekeit die verjaget und vertribet den heiigen geist zümole. —■ Hernochso kummet die dirte gobe, die den menschen noch höher füret. Also leitet derheiige geist ie den menschen usser einer in die andern, und doch get die eineie merre und ie noher wege wanne die andere; die heisset die kunst. Kinder,
35 hie wurt der mensche geleret wie er indewendig warnemen sol der manunge,der warnunge des heiligen geistes, wan, also unser herre Cristus sprach, so
4. h. und 1. 88. 91. 5. daz vor ist] die 88. 7. allem 88. 9. infliehen 8.
12. den /'. 88. 91. 14. s. ist b. 91. w. und v. 88. v. und ouch v. 88. 91. 15. undvor bis mensche 88, f. S. 17. flühe 88, fluchet S {undeutlich). 17 f. das selb fleucht alles,wenn die schalckhaftig natur ingeet mit mittel vnd mit willen, es sey was das sey Bruch18. Entweder 88. 19. i. so m. 88. 91. 21. Hienoch 88. 23. bereitschaft 88. 91.
31. geswindekeit 88. 33. einre 88.