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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
73
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16. Expedit vobis ut ego vadam. 73

ieglich gelide daz ist dem natürlichen willen gehorsam des lichamen sundereinige widersprechunge, es si im liht oder swer, süsse oder sur, wil es ehtegentzlich der wille, so ist es gehorsam, es ga an leben oder tot. Daz schinetwol an den minnern diser weite, wie sü sich getröstent alles gemaches undgutes und eren umbe daz sü minnent. Nu sprechent die sünder: 'wer ist 5Gotte also gehorsam, also genug in allen sinem willen und sinen gebotten?'Wo wogestu durch Got lip und gut, liep und leit und lest dich selber undalle ding usser dime innerlichen gründe do Got ein gebieter solte sin? Nudise sünden meldet der heilige geist, daz du sinem willen und sinen manungenwiderstest so dicke und so vil, da du so dicke und so vil mitte sündest; dis 10und manigen verborgen bresten die berespet und bestraftet der heilige geist,so er kummet. Dis machet ein swinde urteil und ein hellesche pin und einunlidelich we, do natürliche lüte wenig von wissent. Dis ist der gewarstenzeichen eins das der heilige geist do ist in der worheit, wo dis urteil in derworheit geboren wurt, daz ist ein alzü sicher ding, wanne tusent gebresten 15die du in der worheit bekennest und dich dovon schuldig gebest, enwerentdir nüt also sorglich noch also schedelich alse ein einiger des du nütenwoltest bekennen noch dich nüt woltest lassen Avisen und nüt jomer nochbandikeit darumb enhettest, dan dich wolte alles dünken du bettest reht.Kinder, die lüte den ir ding also wol gevellet und ander lüte tun übel, daz sint 20sorgliche gebresten, und us den wurt niemer mit. — Nu dan er sol urteilenoder bestraften die gereclitekeit. 0 kinder, wie ist unser gerechtekeit so einsnöde ding vor Gotte! Sant Augustinus sprach: 'wi und we aller gerechtikeitobe sü Got noch sinre barmehertzekeit nüt urteilen wil'. Unser herre sprachdurch Ysaiam: 'üwer gerehtikeit ist ein unflat vor minen ögen'. Unser herre 25sprach: 'so ir alles daz getünt daz ir vernnigent, so sprechent dennoch: wirsint unnütze knechte'. AVer sich für üt het so er nüt enist, der betrüget sichselber, also sant Johannes sprach. Manigem menschen gevallent sine wisenalso avoI daz er sich niemanne lassen enwil, noch Gotte noch den Inten, undhütet sich alse sins ögen das er sich Gotte nüt enlasse; kummet unser herre 30mit einer manungen, an mittel oder mit mittel, do setzet er sine wise für undkert sich daran nüt einen troppfen. Dis sint ungelossene lüte zümole; wer

3. ge F, gange 01. o. an dot F. 6. genugsam Druck. u. in allen s. Ol,

1. in s. SS. 9. s. die ra. 91. 9 f. m. also w. 91, m. so d. so v. wid'stest F. 10. u.

ouch s. v. m. Ol. 11. verborgenen 88. 13. von] abe F. 14. wo] wan F. 16. dovon] darabe F. g. die e. 01. 17. d. bi nute also schedelichen und ouch also sörklichen a. Ol.

18. u. nüt] u. noch F. n. keine b. Ol. 19. hettest 88, enhest F. dan] wenne das Ol.alles] also 01. d. das d. Ol. best F. 20. bevellet F. 21 f. s. gar s. 91. vil enwirtniem' vs dene nvt F. 22. oder] und Ol. O] O v ch F. ein so F. 24. enwilt F.

26. so i.] als i. F. 26 f. sp. daz ir vnn. k. sint. wer F. 27. üt] ützit Ol. nüt] nützit 91.28. gevallet sin wise F. 29. noch vor Gotte] weder 91. 30. sich] sin selbes 91. k. aberu - 91. 3i. eiuig' j/\ 32. ein traben F.