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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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10. Ego sum lux mundi dicit dominus.

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selber und nement sich der goben an und tragent sü mit Gotte luteiiicliewider uf mit minne und mit dangberkeit in eime verlöickende sin selbes undgantz gon in Gotte luterliclie. Wer dis allermeist hat, der ist der aller-gantzeste frünt Gottes, und wer dis mit enmeint und mit enhet, sunder besteter uf sin er eigener minne, wur t er hie inne funden, er gesiht daz geware lieht 5niemer, und wurt dis vil sorglicher und vil schedelicher hiemitte verrauschetwan das man mit enprüffet noch warnimmet das die nature also gantz do istdo man schinet Got meinen. Dis wurt man ouch gewar, obe man dis habe, sogros swere liden uf die lüte vellet; mit dem fliehen t die woren Gottes frundein zu Gotte und lident dis ie me und nement dis von ime, also das sü es mit 10ime oder in ime lident, oder sü verlierent es in ime alzümole, das in Got soinnan wurt das in liden mit liden enist in ime, danne es wurt in ein fröideund eine wunne. Aber dise valschen frünt in einer phariselicher wisen, so ufdie liden vellet, so wissent sü nüt avo sü hin louffent, und sü löffent alles usund süchent helffe und rat und trost, und do vindent sü es nüt, so wellent sü 15zerbrechen und verzwifeln, und do ist ouch grosse sorge an das es in müsseswerlich ergan an.irme ende, wanne sü mit Got in in vindent in dem gründe;sü hant iren gebuw uf den stein der Cristus ist, nüt gezimbert, des müssest süyon not nieder in den grünt vallen. Dise lüte sint tusent werbe sorglicherdran wanne die gemeinen weltlichen lüte, die haut sich für böse und sint in 20demütiger vorhte, als ouch do das gemeine volk, das volgete doch unsermherren, aber die pharisei und die bischöffe und die schriber, das heilig schein,das widerstunt ime strenglichen unde totent in. Disen den getar man nütsagen, sü widerstant oder sü ftühent, also dise ouch tatent do Cristus an dererden schreip, sü enwoltent ire gebresten nüt erkennen, von den meistern und 25von den ältesten hüb sich die fluht von ersten bitze sü alle geflohen. Deneinvaltigen lüten ist vil bas zu helfende und zu ratende, diewile sü gebrestenbekennent und aller der gut rot wurt die sich für gebrestlich haltent und invorhten und in demütekeit stant. — Wider die manigvaltige hindernisse so hetuns der minnecliche Got gegeben grosse helffe und trost und het uns sinen 30eingebornen sun gesant, das sin heilig leben und sin grosse vollekomen tugentund bilde und lere und manigvaltig liden uns usser uns leite und uz uns (

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selber leite zu mole, und das wir lassent löschen unser vinster lieht in sinem

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Waren wesenlichen lieht; und er het uns die heiligen sacramente gegeben, vonerst den heiligen töf und den heiigen crisemen, darnoch also wir usvallent, die 35heilige bihte und die penitencien, darzu sinen heiligen lichamen und an dem

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9. d. so f. 91. 10. ie me] ime 88. dis] es 88. 12. innan] innenlichre 91.

13. einer] dirre 91. 14. wo hin sü 88. 17. n. denne g. 91. 23. die widerstundent 88.

25. selireip] vgl. Joh. 8, 6. 26. die] ire 91. b. daz s. 91. gefluhen 88. 27. s. iren g. 91.28. und vor aller] also 88. 30. u. ouch t. 91. 32. uns vor leite f. 91. 33. leite f. 91.

Deutsche Text» des Mittelalters XI, 4