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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
29
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7. Simile est regnum celorum. ^"

und sprach zu in: 'wes stont ir hie müssig allen disen tag? gont ouch ir inminen wingarten, und daz recht ist, daz gibe ich üch.' Diser huswurt daz istunser herre Jhesus Cristus, sin hus daz ist himelrich und ertlich, vegefür undhelle; der sacli das alle die nature verirret waz und daz sin minnenclicherwingarten massig lag, und menschliche nature die darmnbe gemäht waz disen 5edeln wingarten zu besitzende, iie was verirret und lies den minneklichenwingarten müssig ligen. Nu diser herre wolte disen menschen wider laden insinen wingarten do er in zu gemäht nette, und ging frage us. In eime sinneso ist unser minnenclicher herre früge uzgegangen do er in der ewigengeburt ist uzgegangen us dem vetterlichen hertzen und ist doch inne bliben. 10In eime andern sinne so ist unser lieber herre Jhesus Cristus früge uzgegangenin menschliche nature umb daz das er uns verdingete und widerbrechte insinen wingarten, und gewan lüte zu prime, zu tercie, zu sexste und zu nonezit. Zu vesperzit ging er aber us und vant aber lüte, und dise lüte stundentmüssig, und er sprach hertlichen an wes allen den tag do müssig 15stundent; und sprachent: 'wan uns nieman gedinget enhat.' Das sint dielüte die noch staut in irre natürlichen luterkeit und unschult, und sint vilselig, und gesach G-ot ie daz mit verdinget ensint von der weite odervon den creaturen, oder sint ouch ettewenne verdinget gewesen, daz doch fri sint und lidig und unverdinget sint; doch stont dise lüte müssig, daz 20ist stont in lauwikeit, in kaltheit, minnelos und gnadelos, wanne wo nütdie minne Gottes enist die wile der mensche stet in der naturen, und teteder mensche, obe es mugelich were, alle die guten werg die alle die weit iegetet, er stet noch dan alzümole müssig und itel, und enhilffet zümole nüt.Dis früge uzgan daz meinet der uzgang der gnoden, wanne der morgen daz 25ist ein ende der naht, do daz vinsternisse ein ende nimmet und der tag dergnaden ufget. Er sprach: 'wes stont ir hie müssig? gont in minen wingarten,und daz recht ist, daz gebe ich üch.' Dise giengent ungelich in den wingarten;die einen daz sint anhebende lüte, die gont darin mit usserlicher arbeite, insinnelicher wisen und mit iren eigen ufsetzen und verblibent docli in dem daz 30 grosse werg tünt, also vasten und wachen, und bettent vil und ennementirs grundes nit war. behaltent sicli in sinnelicher genügeden, gunst undUngunst, und daruz wurt geborn unrehte urteil, und in in stont vil gebresten,

1. h. allen den dag in. F. 3. vnser lieber h. F. vegefür f. 91. 5. d. dar zugem. F. 6. die F, der S, das 88. denj disen F. 7. Irre er w. F. 10. i. also u. 91.11. lieber f. 91. 13. gewan] miete F. lüte f. 88. U. vesper SS. v. do g. 91.

1- die s. 91. 15. herteclicbe 88, berliclien 91 F. 19. zu sint] 'Cod. 88. Bei-

geschrieben:'. 20. nu] noch 91. d. so st. 91. 21. lewekeit 88. u. ouch g. 91.22. minne] gnade F. 27. Und er s. 88. 28. gib 88. D. die g. 91. 30. über-

blibent(?) 91. 31. a. si vasteut unde wachen t 91. 32 f. u. ouch in ung. 91.

33. dan vs F.